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Bessere Löschwasserversorgung

Auch Trinkwasser tröpfelt in Lieske nur spärlich aus dem Hahn. Deshalb wird jetzt eine Druckerhöhungsanlage gebaut.

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© René Plaul

Von Manuela Paul

Lieske. Die Liesker klagen schon lange über die unbefriedigende Trinkwasserversorgung in ihrem Ortsteil. Und auch die Liesker Feuerwehrleute sind mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Löschwasser unzufrieden. Kein Wunder. Die Hydranten hängen am örtlichen Trinkwassernetz. Selbiges wird aus einer Fernwasserleitung gespeist.

Immer wieder gaben die Hydranten bei verschiedenen Einsatzübungen nicht die nötige Wassermenge her. Rund 50 Kubikmeter in der Stunde werden laut Brandschutzbedarfsplan beispielsweise für das Liesker Schwerpunktobjekt – den Missionshof – benötigt. Dieser Löschwasserbedarf könne über das vorhandene Trinkwassernetz momentan nicht sichergestellt werden, erklärte Bürgermeister Siegfried Gersdorf den Gemeinderäten in deren jüngster Sitzung.

Bei der Ewag Kamenz, welche mit der Trinkwasserversorgung in Lieske beauftragt ist, kennt man die derzeitige Situation und empfiehlt eine Druckerhöhungsanlage zu installieren. „Der Versorger schlägt vor, die Kosten für diese Anlage anteilig unter den Aufgabenträgern aufzuteilen“, so das Gemeindeoberhaupt. 35 Prozent der Kosten würde die Ewag als Trinkwasserversorger übernehmen, die restlichen 65 Prozent müsste die Gemeinde aufbringen. Denn sie ist laut Gesetz für die Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung zuständig.

Schnelle Einsätze garantiert

Die Ewag habe bereits Kostenangebote für die Umsetzung der Druckerhöhung eingeholt, informierte der Bürgermeister. Die Gesamtkosten würden rund 27 000 Euro betragen, die Gemeinde müsste rund 18 000 Euro berappen. Diese Summe müsse im 2017er Haushalt unter dem Punkt Brandschutz eingeplant werden.

Alternativen zur Druckerhöhung wären der Bau einer Löschwasserzisterne beziehungsweise eines Löschwasserteiches. Allerdings würden die Kosten dafür erheblich höher ausfallen, als für die geplante Investition. Ein weiterer Vorteil bei der Wasserentnahme aus dem Leitungsnetz wäre, dass sie an verschiedenen Punkten im Ort möglich ist. Das garantiere einen schnellen Einsatz der Feuerwehr.

Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, eine Druckerhöhungsanlage für die bessere Trink- und Löschwasserversorgung installieren zu lassen.