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Besserer Service auf dem Grüngutplatz

Ein Wechsel des Entsorgers bringt Veränderungen mit sich. Bürger spüren sie schon jetzt. Auch für die Bischofswerdaer Stadtkasse soll es sich auszahlen.

Im Garten fällt viel Grünabfall an; zum Beispiel beim Verschneiden von Hecken. Wer ihn zum Bischofswerdaer Grüngutplatz bringt, findet bessere Bedingungen vor.
Im Garten fällt viel Grünabfall an; zum Beispiel beim Verschneiden von Hecken. Wer ihn zum Bischofswerdaer Grüngutplatz bringt, findet bessere Bedingungen vor. © Archivfoto: dpa

Bischofswerda. SZ-Leser Wolfgang Schmidt ist es Lobes voll. „Der Grüngutplatz wurde kundenfreundlich umgestaltet, sodass das Grüngut jetzt an einer Rampe sofort in einen Container gekippt werden kann“, mailte er dieser Tage an die SZ. Vorteil für den Kunden: Er muss nicht mehr zwingend ganz runter auf den Platz am Schmöllner Weg fahren. Nach Starkregen gleicht der immer wieder einer Schlammwüste.

Möglich ist der neue Service durch einen Wechsel des Entsorgers, sagte Bischofswerdas Bauhofleiter Matthias Schön bei einem Vor-Ort-Termin. Bis Ende letzten Jahres verwertete das Dresdner Unternehmen Vockert die Grüngutabfälle. Nach einer Ausschreibung durch den Landkreis übernahm in diesem Jahr die Firma Nehlsen diese Aufgabe. Sie fährt ein anderes Konzept als der Vorgänger, erläutert Matthias Schön. Während Vockert die Abfälle zweimal im Jahr abholte, liefert Nehlsen Container, die wöchentlich gewechselt werden. Aktuell sind es zwei. Einer steht an der Zufahrt zum Grüngutplatz, wo die Abfälle von der erwähnten Rampe hineingeworfen werden können, und der andere am Rande des Platzes.

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„Wir werden mit der Firma Nehlsen sprechen, damit sie für den unteren Bereich einen, vielleicht auch zwei flachere Container schickt, die von den Bürgern leichter zu bestücken sind und möglicherweise auch geöffnet werden können“, sagt der Bauhofchef. Wem es zu schwer ist, die Container zu beladen, der darf auch wie bisher seine Abfälle auf den großen Haufen schütten. Da ein großer Teil des Grüngutes jetzt wöchentlich und nicht mehr erst nach Monaten abgeholt wird, gibt es zudem mehr Platz für die Kunden.

Der Bauhof ging in Vorleistung und errichtete aus Betonelementen die Stützmauer für die Rampe. Für die Stadt könnten sich die Veränderungen auszahlen, hofft Matthias Schön. Bisher musste der Radlader des Bauhofes zweimal in der Woche auf den Grüngutplatz fahren, um die Abfälle hochzuschieben. Drei Stunden Arbeit in der Woche, inklusive An- und Abfahrt. Für eine Arbeitsstunde des Radladers werden 70 Euro angesetzt. Das sind 210 Euro wöchentlich und mehr als 6 000 Euro in der Saison, die man nun einsparen kann.

An jedem der beiden Öffnungstage – donnerstags und sonnabends – kommen rund 150 Kunden, nicht nur aus Bischofswerda, sondern auch aus dem Umland bis Neukirch und Neustadt, sagt Bauhof-Mitarbeiter Harald Werner, der den Platz betreut. Die Stadt Bischofswerda betreibt die Grüngutannahme im Auftrag des Landkreises. Der Kreis zahlt einen Zuschuss zu den Personalkosten, die für die Grüngutannahme entstehen. Zusätzlich erhält die Stadt zehn Prozent der Einnahmen des Grüngutplatzes als Verwaltungspauschale, sagt Frances Lein, Pressesprecherin des Landratsamtes. Die Gebühren, die die Bürger zahlen, werden kostendeckend kalkuliert. „Grüngutsammelplätze ergänzen die Biotonne. Eine Subventionierung der Abfallentsorgung aus dem Kreishaushalt erfolgt nicht“, sagt Frances Lein.

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