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Besseres Klima für Investitionen

Unter Herbert Feßenmayr (CDU) hat sich das Investitionsklima spürbar verbessert. Er macht sich vor allem für die Innenstadt stark, wobei der große Wurf angesichts Bauflaute und politischer Querelen oft auf sich warten lässt.

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Unter Herbert Feßenmayr (CDU) hat sich das Investitionsklima spürbar verbessert. Er macht sich vor allem für die Innenstadt stark, wobei der große Wurf angesichts Bauflaute und politischer Querelen oft auf sich warten lässt. Damit es auf der Problembaustelle Wiener Platz vorangeht, erlässt Feßenmayr einem Investor fünf Millionen Euro. Postplatz, Altmarkt und Prager Straße bleiben Sorgenkinder. Feßenmayrs größter Verdienst sind die Fortschritte am Neumarkt, für den er sich den Hut aufsetzt. Er erklärt den Neumarkt zum Sanierungsgebiet und heimst dadurch Fördermittel ein. Im Fassaden-Streit wehrt er sich gegen überzogene historische Forderungen und steht klar auf Investoren-Seite. Nach der Flut leitet der 60-Jährige den Wiederaufbaustab und bewältigt jetzt mit seinen Ämtern ein dreistelliges Millionen-Baupensum.

Intern setzt Feßenmayr seinen schwachen Stadtplanungsamtsleiter ab, bekommt den Verkehrsbereich vom OB wieder und rückte zum zweiten Bürgermeister auf. Der CDU-Mann ist kein begnadeter Redner. In seiner Partei genießt er aber Rückenhalt, stimmt sich regelmäßig ab. Die PDS bezeichnet ihn deshalb als Befehlsempfänger der Union. Manchmal täte Feßenmayr mehr Entscheidungskraft und ein Schuss Vision gut.