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Besucher aus der Partnerstadt auf Entdeckungstour in Roßwein

Vor zehn Jahren war eine Freiberger Seniorengruppe zum letzen Mal in der Stadt. Damals war die Dampfmaschine eine Ruine.

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Von Reinhard Kästner

Die weihnachtlich dekorierten Biertischgarnituren beim Dampfmaschinenverein reichten kaum aus für die über 30 Gäste aus Freiberg am Neckar.

Die Seniorenreisegruppe unter Leitung von Heinz Winkler hatte von Glauchau aus Sachsen erkundet. „Das war doch Ehrensache, dass wir auch in unserer Partnerstadt vorbeischauen“, sagt Heinz Winkler. Zumal mit Horst Groß der Vorsitzende des dortigen Geflügelzüchtervereins unter den Teilnehmer war. „Wir pflegen enge Beziehungen zu den Roßweiner Geflügelzüchtern und haben auch schon so manches Fest gemeinsam gefeiert“, sagte Groß. So freute er sich, dass Herbert Vater vom Roßweiner Partnerverein die Reisegruppe am Rathaus gemeinsam mit dem Bürgermeister begrüßte.

„Dass uns das Stadtoberhaupt in Empfang nimmt, war eine Überraschung. Veit Lindner hat sich zudem Zeit genommen, das Rathaus zu zeigen“, betont Heinz Winkler. Die Zeit wurde knapp, als der Vorsitzende des Roßweiner Dampfmaschinenvereins Dieter Kranz den Gästen die Maschine sowie Vereinsräume zeigte. Er berichtete, wie die 20 Mitglieder das technische Denkmal nach der Jahrhundertflut vom Schlamm befreiten und nach und nach wieder so instand setzten, dass es heute richtig funktioniert. „Die Maschinen wird mit Dampf betrieben. Das ist jedoch sehr aufwendig. Wir hätten den Dampfkessel bereits vor einer Woche anheizen müssen, damit sich die Maschine heute dreht“, meinte Kranz.

Auch beim anschließenden Besuch im Feuerwehrmuseum haben die Freiberger Besucher erlebt, was mit viel Initiative von Vereinsmitgliedern aus einem alten Industriegebäude werden kann.

„Für uns war das ein gelungener Abschluss unserer Sachsen-Reise“, sagt Heinz Winkler. Schließlich steht der Besuch der Roßweiner Dampfmaschine und des Feuerwehrmuseums in einer Reihe mit der Besichtigung der Dresdner Frauenkirche und des Striezelmarktes.

Zum Mittag wollten die Freiberger Besucher typisch sächsisch essen. Sie bestellten sich in der „Grünen Aue“ Bratwurst mit Sauerkraut. Und weil die geplante Stadtbesichtigung wahrlich ins Wasser fiel, klang in der Aue der Besuch bei Kaffee und Kuchen aus.