SZ +
Merken

Besucher von Rügen bringen kistenweise Ausrüstung für Jugendwehr mit

Die Jugendfeuerwehren von Ostrau und Schrebitz gehen eine Freundschaft mit den Kameraden vom Ostseebad Baabe auf Rügen ein.

Teilen
Folgen

Von Peggy Zill

Der Jugendfeuerwehrwart des Seebades Baabe auf Rügen, Raimo Kempf, besuchte zusammen mit seiner Stellvertreterin Anne Mitbrod die Jugendwehren Ostrau und Schrebitz. Im Gepäck Bananenkisten gefüllt mit Geschenken für die Gastgeber: Dienstbekleidung, Basecaps, Regenjacken, Anzüge und Helme. Am Sonnabend trafen sich dann alle Beteiligten im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ostrau, um die neue Freundschaft zu besiegeln. Seit einigen Jahren pflegen die Feuerwehren von Baabe und Rittmitz eine enge Verbindung, zu der wechselseitige Besuche gehören

Idee kam am Schanzenbach

„Im Amtsbereich Mönchgut-Granitz, zu dem Baabe gehört, arbeiten schon vier Jugendfeuerwehren zusammen. Bei unserem letzten Besuch zum Schanzenbachfest in Leisnig haben wir uns dann überlegt, auch eine Freundschaft für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen“, begründete Raimo Kempf die neue Partnerschaft. Wichtig sei, dass die Kinder lernen, zusammen zu arbeiten und ihnen einen Anreiz zu geben.

Auch Kai Lampe und Lukas Fischer freuen sich über die neu geschlossene Freundschaft. Schließlich steht auch irgendwann ein Besuch auf dem Programm. Und was gibt es Schöneres als ein Ostseebad. Das weiß auch die Bürgermeisterin von Ostrau Gisela Reibig. Sie stammt von Rügen und freut sich deswegen besonders über den Besuch. Sie hofft, von anderen Regionen lernen zu können und auf eine gute Zusammenarbeit. Vielleicht lassen sich durch die Partnerschaft auch neue Mitglieder gewinnen.

Die Jugendfeuerwehr in Ostrau unter der Leitung von Jürgen Bartoschick hat fünf Jungs. Der Schrebitzer Jugendwart Steffen Haynert zählt acht Schützlinge. Die beiden Wehren treffen sich ein Mal im Monat und arbeiten oft zusammen. Die Voraussetzungen für die Jugendarbeit sind im neuen Gerätehaus von Ostrau gegeben. Das gab auch Raimo Kempf nicht ganz neidlos zu. Allerdings ist die Nachwuchsgewinnung in Mecklenburg-Vorpommern leichter, weil bereits Sechsjährige der Feuerwehr beitreten dürften. In Sachsen liegt das Mindestalter bei zehn Jahren.

Gegenbesuch geplant

Nach einem erlebnisreichen Wochenende machten sich die Gäste von der Insel am Sonntag wieder auf die fast sechsstündige Fahrt nach Hause. Der Besuch war die Grundsteinlegung. Wie es weiter geht, liegt an den Wehren selbst. Denn Freundschaften müssen gepflegt werden. Deshalb stand schon für Mai die Einladung nach Baabe. Doch aufgrund terminlicher Probleme wird es bis zum Gegenbesuch wohl etwas länger dauern.