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Betonieren für die Feuerwehr

Am gemeinsamen Gerätehaus von Stürza und Heeselicht steht der erste Spatenstich an. Einiges ist aber noch zu klären.

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Von Dirk Schulze und Anja Weber

Bis zum feierlichen ersten Spatenstich am 26. Juni dauert es noch zwei Wochen, doch die Vorarbeiten für das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus von Stürza und Heeselicht sind bereits angelaufen. Im Moment heben die Bauarbeiter auf dem Grundstück am Ortsausgang von Stürza die Gräben für Kabel und Leitungen aus und sie legen eine Zufahrt an. Der Gemeinderat von Dürrröhrsdorf-Dittersbach hat alle nötigen Bauleistungen vergeben. Die Gemeinde hat das Management des gemeinsamen Bauvorhabens mit Stolpen übernommen. Bürgermeister Jochen Frank (Unabhängige Bürger) war erleichtert, dass für jedes der sieben zu vergebenden Baulose für Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Tischler, Metallbauer, Heizungsinstallateure und Elektriker zahlreiche Bewerbungen eingegangen waren. Das ist durchaus nicht immer so. Die günstigsten Angebote lagen zudem teilweise deutlich unter den kalkulierten Kosten. Nun kann es also losgehen.

Die vieldiskutierte Linksabbiegespur für die Zufahrt ist vom Tisch. Die hatte das Landesamt für Straßenbau zunächst gefordert. Doch mit einer Verkehrszählung konnte die Gemeindeverwaltung Dürrröhrsdorf-Dittersbach nachweisen, dass eine solche Extraspur nicht notwendig ist. Und noch ein positives Signal gibt es seitens der Enso: Die nahe dem Bauplatz verlaufende Freileitung soll noch im Laufe des Jahres entfernt werden. Ein Erdkabel ist bereits verlegt, die alten Masten werden abgebaut. Das schafft Platz zum Bauen.

Der Grundstein für das Feuerwehrgerätehaus wird am 16. Juli gelegt. Das Richtfest ist für Ende September geplant. „Wir hoffen, dass alles klappt, damit wir über den Winter mit dem Innenausbau vorankommen“, sagt Frank. Im April 2016 soll das Gerätehaus fertig sein und spätestens im Juni in Betrieb gehen. Deshalb muss die Gemeinde als Bauherr noch eine Bauzeitverlängerung beantragen. Denn der aktuelle Förderbescheid des Innenministeriums gilt nur bis zum 31. Dezember. Die Frist sei aber definitiv nicht zu halten, sagte Bürgermeister Jochen Frank.

Doch neben Stolpen und Dürrröhrsdorf-Dittersbach ist auch Hohnstein noch mit im Boot, denn gebaut wird auf Hohburkersdorfer Flur. Hohnstein muss die Fläche samt Gebäude noch in den Flächennutzungsplan aufnehmen. Das soll nun auch geschehen. Mehr muss die Stadt nicht tun, da ja der alte Stadtrat eine Beteiligung von Hohnstein an Bau und Nutzung des Depots abgelehnt hatte. Ganz ist Hohnstein aber dennoch nicht raus, kündigte Bürgermeister Daniel Brade (SPD) bereits an. Man werde das neue Gerätehaus im Brandschutzbedarfsplan auf jeden Fall berücksichtigen. Denn wenn es im Bereich Hohburkersdorf und Zeschnig brennen sollte, dann würde die gemeinsame Wehr sicherlich mit ausrücken. Den Einsatz muss die Stadt Hohnstein dann aber bezahlen. Deshalb kam nun auch die Anregung vom Stadtrat, mit den Nachbarkommunen einen Hilfeleistungsvertrag abzuschließen, um langfristig Kosten zu sparen. Ob sich die Kommunen darauf einlassen, bleibt anzuwarten.