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Betriebe sehen Streik als ein falsches Signal

Viele Unternehmen im Landkreis tangiert der Bahnstreik nicht. Dochfür einige könnte der Ausstand bitter werden.

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Von Wolfgang Nagorske

In der Keulahütte Krauschwitz ist vor allem die Gießerei auf tägliche Zulieferungen angewiesen. „Wir beziehen Stahlschrott und Roheisen von Lieferanten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Ladungen kommen bis zum Umschlagplatz mit der Bahn und erreichen uns dann mit dem LKW“, sagt Geschäftsführer Mario Mackowiak. Für eine gute Woche reicht der Vorrat an Rohstoffen, doch sollte sich der Streik in die Länge ziehen, dann könnte es eng werden.

Mario Mackowiak sieht den Streik in Zeiten eines wirtschaftlichen Aufschwunges als ein falsches Signal. „Die Wirtschaft ist so eng miteinander verflochten, dass Störungen in der Produktion zu erheblichen Schäden führen können.“

Auch im Waggonbau Niesky sieht man den Streik mit gemischten Gefühlen. „Wenn der Ausstand am Sonnabend beendet wird, haben wir keine Probleme“, sagt Peter Schulze. Sollte sich die Auslieferung von fertigen Waggons verzögern, wäre das gerade für den unter Insolvenzverwaltung stehenden Betrieb besonders bitter.

Markus Lachmann vom Krauschwitzer Bauunternehmen Nadebor sieht den Streik gelassen. „Wir versorgen uns fast ausschließlich durch Transporte über die Straße. Der Ausstand der Lokführer trifft uns nicht.“ Auch für das Rothenburger Unternehmen Lausitz-Elaste hat der Streik so gut wie keine Auswirkungen. Geschäftsführer Ulrich Dedeleit: „Wir haben keinen Bahnanschluss und wickeln alle Lieferungen mit Speditionen ab.“

Anders ist die Situation bei Klausner-Holz in Kodersdorf. Hier wurde im vergangenen Jahr extra ein Gleisanschluss gelegt.

S.4 und Wirtschaft