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PLUS Döbeln

Betriebskosten in den Kitas steigen deutlich

Die Verbesserungen beim Betreuungsschlüssel machen sich bei den Kosten bemerkbar. Einen Teil müssen die Eltern tragen.

© Symbolfoto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild

Döbeln. Die Eltern von Kindern, die eine Kita in Döbeln besuchen, müssen sich auf steigende Elternbeiträge einstellen. In seiner kommenden Sitzung wird der Stadtrat über die Betriebskostenabrechnung für das vergangene Jahr befinden. Die Betriebskosten sind kräftig gestiegen. Und zwar von rund 11,3 auf 12,4 Millionen Euro.

Grund dafür ist unter anderem der abgesenkte Betreuungsschlüssel im Krippenbereich. Der Personalbedarf war von rechnerisch 5,5 Kindern pro Erzieher auf fünf gesenkt worden. Zudem wird den Erziehern allgemein jetzt mehr Vor- und Nachbereitungszeit eingeräumt. Das erhöhe zwar die Qualität der Betreuung, mache sich aber bei Aufwand und die Kosten bemerkbar, so Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU). Dazu kommen noch die normalen Tariferhöhungen. Der Hauptausschuss hatte sich in der vergangenen Woche mit den Kosten befasst. Wie Liebhauser sagte, hätten auch die Kitas in freier Trägerschaft gut gewirtschaftet.

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Den größten Teil der höheren Kosten, nämlich rund 48 Prozent, wird die Stadt auffangen. Sie gibt damit pro Jahr rund sechs Millionen Euro für die Betreuung der Kinder in Krippen, Kitas und den Horten der Stadt aus. Etwa 20 Prozent der Kosten müssen die Eltern übernehmen. Das Land Sachsen gibt einen Festbetrag, der zurzeit bei 224 Euro pro Monat für Krippe und Kita und bei 149 Euro pro Monat für den Hort liegt, sagte Liebhauser.

Die möglicherweise geänderten Elternbeiträge wird der Stadtrat später beschließen. Die Beiträge werden jedes Jahr neu beschlossen und bei Bedarf angepasst. Seit November vergangenen Jahres zahlen Eltern für einen Krippenplatz rund 230 Euro, im Kindergarten 106 Euro und für den Hortplatz 57 Euro. Bei mehreren Kindern einer Familie in Einrichtungen verringert sich der Betrag.

Mit Beginn der Corona-Krise hatte die Stadt den Eltern für einen Monat alle Beiträge erlassen. Seit Mittel April wurden nur Beiträge von Eltern erhoben, deren Kinder in Notbetreuung waren.

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