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Betrüger ergaunern 16 000 Euro per Mail

Zwei Meißner ließen sich jetzt von einer falschen Telefon- Rechnung ins Bockshorn jagen.

Mit einer Internet-Betrugsmasche haben Unbekannte hohe Summen erbeutet. Wie die Polizeidirektion Dresden gestern mitteilte, hatten zwei Meißner täuschend echt aussehende Mails ihres Telefonanbieters erhalten. Absender war angeblich Vodafone.

Als Anhänge enthielten die Mails gefälschte Rechnungen. Um diese zu begleichen, wurden die Männer aufgefordert, eine Tan-Nummer einzugeben. Dies taten die beiden Männer. Später mussten sie feststellen, dass sie Betrügern auf den Leim gegangen waren. Von ihren Konten wurden rund 6 500 bzw. 9 700 Euro auf ein Konto in England überwiesen.

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Unklar ist derzeit, ob es noch weitere Opfer der Betrugsmasche im Kreis Meißen gibt. Als sicher darf allerdings gelten, dass viele Internet-Nutzer entsprechende Mails erhalten haben dürften. So hat die Polizei in Südhessen bereits am 3. Juni vor einer neuen Welle von gefälschten Email-Rechnungen gewarnt.

Demnach fügen Cyberkriminellen dem täuschend echt aussehenden Anschreiben eine Rechnungsanlage bei, in die allerdings ein Bankingtrojaner eingebettet ist. Dabei spielt das im Anhang befindliche Dateiformat keine Rolle. Unabhängig ob zip, doc, pdf, oder xls verbergen sich dahinter immer Schadprogramme, die ausgeführt werden, wenn man sie aus der E-Mail-Anwendung heraus öffnet oder sie auf die Festplatte kopiert.

Bei einer weiteren Variante wird in der betrügerischen E-Mail keine Anlage, sondern lediglich ein Hyperlink eingefügt. Dieser startet, nachdem er angeklickt wurde, einen Downloadvorgang und installiert danach selbstständig den Bankingtrojaner. Die Schadsoftware beinhaltet die Funktion, zunächst Zugangsdaten zum Konto auszuspionieren. In einem zweiten Schritt wird das Opfer dann zu einer Sicherheitsabfrage mittels Tan aufgefordert, die vom Täter zu unautorisierten Überweisungen genutzt wird. (SZ/pa)