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Großenhain

Betrüger im Stadtgebiet unterwegs

Sie gaben sich als Beschäftigte der Enso aus. Und das an einem Wochenende.

Vorsicht bei unangemeldeten Hausbesuchen. Ein vorheriger Blick durch den Türspion ist dabei sicher nicht falsch.
Vorsicht bei unangemeldeten Hausbesuchen. Ein vorheriger Blick durch den Türspion ist dabei sicher nicht falsch. © Bodo Marks/dpa

Großenhain. In den sozialen Medien machte die Nachricht schnell die Runde: Angebliche Mitarbeiter des Stromversorgers Enso sind im Stadtgebiet von Großenhain in unterschiedlichen Wohnlagen unterwegs, klingeln an den Türen und versuchen, im Falle der Öffnung die Leute in Gespräche zu verwickeln.

Einer betroffenen jungen Frau zufolge hätten die Männer "nach kurzen freundlichen Worten" sofort irgendwelche Kundennummern und letzte Abrechnungen gefordert, um zu angeblich möglichen Einsparungen zu informieren. Stutzig sind viele der von den "Enso-Leuten" Heimgesuchten aus zwei Gründen geworden. Normalerweise, so die Auffassung, schicke der Stromversorger derartige Angebote oder auch Nachfragen per Post. Zum anderen verwirrte der "Besuchstag": ein Sonntag.

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Bei der Enso ist man zunächst überrascht ob des Geschehens in Großenhain. Die erste Klarstellung folgt auf dem Fuße. "Die Enso-Vertriebsmitarbeiter sind an Sonn- und Feiertagen nicht im Einsatz", so Pressesprecher Stephan Hönigschmid auf Anfrage der SZ.  Überhaupt gelten beim Versorger sehr konkrete Vorgaben für Kundenbesuche und -gespräche. 

"In jedem Fall können sich Enso-Mitarbeiter mit einem Dienstausweis mit Lichtbild ausweisen", so Hönigschmid. Wer sich unsicher sei, ob es sich tatsächlich um einen Mitarbeiter des Unternehmens an der Haustür handelt, habe die Möglichkeit, beim Service-Telefon unter der Rufnummer 0800 668 6868 nachzufragen. Dort seien Name und ein jeweiliges Foto hinterlegt, so dass der Mitarbeiter zweifelsfrei identifiziert werden könne.

Wer tatsächlich Beratungsbedarf zu Verträgen für Strom, Erdgas, Telekommunikation und Fotovoltaik habe, könne zudem auch online einen Termin vereinbaren. Auf Wunsch kommen die Enso-Vertriebsmitarbeiter auch zu Hausbesuchen, so Stephan Hönigschmid.

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