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Bettler in Seifersdorf unterwegs

Eine vierköpfige Familie bat um Spenden nahe Rabenau. Die Polizei rät zur Vorsicht.

Von Franz Herz

Eine Gruppe von vier Leuten zog durch Seifersdorf und bettelte um Spenden. Dazu gehörten ein älteres Paar, eine jüngere Frau im Alter zwischen 20 und 30 sowie ein Junge, der aussah, als ob er noch keine 18 Jahre ist. Das kam Susann Eichler äußerst komisch vor. „Die junge Frau stand bei uns am Tor und hat uns einen Zettel mit einer Spendenanfrage in die Hand gedrückt. Ich habe ihr den Zettel wiedergegeben und sie davongescheucht“, berichtet die Seifersdorferin. Das war bereits vergangene Woche. „Viele machen sich ja auch Sorgen, dass die nicht nur um Geld betteln, sondern sich auch die Grundstücke ansehen.“

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Die Polizeidirektion Dresden bestätigte das Geschehen. Dort ist ebenfalls eine Meldung eingegangen, dass eine Gruppe mit südeuropäischem Aussehen in Seifersdorf bettelt. Das allein ist nicht verboten. Aber es kommt vor, dass sich daran kriminelle Handlungen anschließen. Deswegen rät die Polizei, in solchen Fällen auf keinen Fall die Türen zu öffnen und Fremde in die Wohnung zu lassen.

Sie schickte auch gleich einen Streifenwagen nach Seifersdorf, der die angeblichen Spendensammler kontrollierte. Sie hat auch angekündigt, in den nächsten Tagen verstärkt dort Streife zu fahren. Es ist nicht auszuschließen, dass die Bettler noch in anderen Orten im Osterzgebirge auftreten, hieß es.