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Beziehungsdrama bringt jungen Schläger ins Gefängnis

Görlitzer Landgericht verurteilt einen 32-Jährigen wegen Vergewaltigung und Körperverletzung.

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Von Jens-Rüdiger-Schubert

Wegen gefährlicher Körperverletzung, Vergewaltigung, Nachstellung, Sachbeschädigung und Körperverletzung hat sich ein 32-jähriger Görlitzer vor dem Amtsgericht verantworten müssen. Die ihm zur Last gelegten Taten soll er zwischen dem Jahr 2000 und Juni 2008 begangen haben. Hauptopfer war seine damalige Lebensgefährtin.

1998 hatten sich die beiden kennen gelernt. Im Februar 2000 kam es zur ersten Tat, die jetzt verhandelt wurde. Der Angeklagte soll sturzbetrunken seine Lebensgefährtin gesucht und diese schließlich in der Badewanne eines Bekannten gefunden haben. In seiner Wut tauchte er den Kopf der Frau immer wieder unter Wasser. Anschließend prügelte er seine Freundin nach Hause.

Trotz dieser Prügelorgie blieb die Frau bei dem Mann. Der nächste dem Gericht bekannte Vorfall ereignete sich 2004. Erneut bekam sich das Paar ernsthaft in die Wolle. Diesmal trennte sich die Frau von ihrem Lebensgefährten, der aber akzeptierte den Schlussstrich nicht und suchte sie immer wieder auf. Da sie nicht mit ihm schlafen wollte, vergewaltigte er sie. Zwei Monate später gab die Frau nach. Die beiden wurden wieder ein Paar. Die Beziehung hielt bis Mai 2007. Dann trennte man sich erneut, blieb aber wegen des gemeinsamen Kindes in Kontakt miteinander. Im Juni 2008 eskalierte die Situation wieder. Der Angeklagte stellte seiner Ex-Freundin nach und schrieb ihr SMS voller Drohungen.

Fortwährendes Stalking und die Nötigungen führten letztlich dazu, dass ein Termin vereinbart wurde, an dem sich die beiden treffen wollten. Doch dieser platzte. Frustriert wandte sich der Angeklagte noch mehr dem Alkohol zu und sah in jedem einen potenziellen Feind.

Auf Jugendliche eingeprügelt

Das bekamen auch Jugendliche auf der Salomonstraße zu spüren. Ohne Motiv schlug der Angeklagte auf einen von ihnen ein. Vor dem Richter räumte der Angeklagte die Nachstellung, Sachbeschädigung und das Unter-wasser-drücken ein. Alles andere bestritt er. Da eine erfolgte Verurteilung wegen einer Körperverletzung in das Urteil mit einbezogen werden musste, erhielt der Mann wegen gefährlicher Körperverletzung und Vergewaltigung und wegen Nachstellung, Sachbeschädigung und Körperverletzung insgesamt zwei Jahre und zehn Monate Freiheitsentzug. Eine Unterbringung zur Entziehung wurde angeordnet. Noch im Gerichtssaal wurde das Urteil rechtskräftig.