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Meißen

Biber fällt Hund in der Elbe an

Das Tier wollte bei Meißen offenbar seinen Nachwuchs verteidigen. Der Hund musste zum Arzt. 

Biber knabbern nicht nur an Baumstämmen - auch Hunde müssen sich vor den Nagern in Acht nehmen.
Biber knabbern nicht nur an Baumstämmen - auch Hunde müssen sich vor den Nagern in Acht nehmen. ©  dpa / Symbolbild

Meißen. Eigentlich wollte der Bayerische Gebirgsschweißhund nur ein Bad in der Elbe bei Meißen nehmen. Doch dann kam alles ganz anders für ihn.

Wie das Internet-Jagdportal Jawina berichtet, wurde der Hund im Wasser plötzlich von einem Biberweibchen attackiert. Dieses biss mindestens zweimal zu, vermutlich um den eigenen Biberbau und die Jungtiere darin zu verteidigen. Jawina zufolge eilte der Besitzer des Hundes, ein Jäger, diesem sofort zu Hilfe. Das Tier habe sich jedoch mit einem Sprung selbst von dem Biber absetzen könnte. 

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Hätte sich der Nager fest im Rücken des Vierbeiners verbissen, wären die Folgen nicht absehbar gewesen. So musst der Hund zwar zum Tierarzt gebracht und dort getackert werden. Mittlerweile sei er jedoch wieder auf den Beinen und zeige eine treue Anhänglichkeit an seinen Herren.

Biberangriffe auf Hunde wie dieser in der Elbe bei Meißen kommen immer wieder einmal vor. So sah sich etwa die Polizei Oberösterreich am Sonntag veranlasst, über ihre Facebookseite vor der von den Nagern derzeit ausgehenden Gefahr zu warnen. „Die Biber haben Jungtiere und sind daher besonders sensibel. Bitte lasst eure Hunde vor allem entlang der Linzer Donaulände nicht schwimmen“, heißt es in dem FB-Eintrag der Polizei.

Dieser hat einen ernsten Hintergrund: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind Mitte Juni zwei Hunde beim Schwimmen in der Donau in Linz von Bibern angegriffen worden. Einer der Vierbeiner sei dabei so schwer verletzt worden, dass nichts anderes übrig blieb, als ihn einschläfern zu lassen.

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Hauptverbreitungsgebiete des Bibers in Sachsen sind insbesondere der Unterlauf der Elbe, die Mulde einschließlich ihrer Nebengewässer, das Rödergebiet unterhalb Großenhains und die Gewässer in der Königsbrücker Heide. Nach der Roten Liste der Wirbeltiere gilt der Nager heute in Sachsen weiter als gefährdet. 

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