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Bierblume startet im Stadthallengarten

Bei schönem Wetter ist das Areal an der Neiße die nächsten vier Wochen lang geöffnet. Dort gibts aber nicht nur Bier.

Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus betreiben in der Neißstraße die Bierblume, brauen dort ihr eigenes Bier. Jetzt laden sie auch nach draußen in den Bierhof ein. Bis Ende August betreiben sie zudem den Stadthallengarten als Biergarten.
Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus betreiben in der Neißstraße die Bierblume, brauen dort ihr eigenes Bier. Jetzt laden sie auch nach draußen in den Bierhof ein. Bis Ende August betreiben sie zudem den Stadthallengarten als Biergarten. ©  André Schulze

Der Stadthallengarten macht seinem Namen die nächsten vier Wochen alle Ehre. Er ist als Biergarten geöffnet. Am heutigen Sonnabend beginnt die Initiative der Bierblume, der Görlitzer Hausbrauerei, die in der Neißstraße 8 ihren Sitz hat. Bis Ende August ist der Stadthallengarten bei schönem Wetter täglich von 15 bis 22 Uhr geöffnet. Die Schließzeit werde ohne Nachverhandlung eingehalten, betonen Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus, die Inhaber der Bierblume.

„Wir hatten schon voriges Jahr die Idee, im Stadthallengarten einen Biergarten zu betreiben“ erzählt Alexander Klaus. In der Stadtverwaltung schien man mit diesem Ansinnen zunächst überfordert zu sein. Es wurde nichts daraus. Aber dann hatte sich offenbar doch jemand Gedanken über diesen Vorschlag gemacht. Die Stadt schrieb schließlich die Bewirtschaftung des Stadthallengartens aus. Die Bierblumen-Inhaber waren die einzigen Bewerber und bekamen den Zuschlag. „Es ist ein richtiger Biergarten, so wie sie seinerzeit entstanden sind“, betont Alexander Klaus. Seine Frau erläutert: „Früher haben Wirte über dem Bierkeller, der meist in der Erde war, Bäume gepflanzt. Wanderer und Radler haben dieses schattigen Plätzchen gern für eine Pause genutzt und bekamen vom Wirt die Getränke. Etwas zu essen hatten die Gäste meist selbst mit. So entstand der klassische Biergarten.“ Im Stadthallengarten soll das ähnlich ablaufen. Wer will, kann sich sogar seine eigene Tischdecke für die Biergartengarnitur mitbringen, auch etwas zu essen ist erlaubt. Nur das Bier und alkoholfreie Getränke gibt es in Selbstbedienung vor Ort. Wer möchte, kann seinen mitgebrachten Bierkrug nutzen. Nach Anmeldung wird auch gegrillt.

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Am kommenden Wochenende sind die Biergartenbesucher von Freitag bis Sonntag zu Musik eingeladen: Irish Folk, Blues und Unterhaltung für die ganze Familie sind geplant. Dafür hat der Brauer Alexander Klaus ein besonderes Bier gebraut, ein India Pale Ale, kurz IPA. Salonmusik und jiddische Lieder unterhalten die Besucher am 14. und 30. August. Für jedes verkaufte Bier spenden die Bierblumen-Inhaber zehn Cent an die Lebenshilfe Görlitz. „Die möchte von dem Geld ein Fußballtor kaufen“, erläutert der Brauer. Der Erlös aus einer ähnlichen Aktion im Vorjahr ermöglichte es, für Pilzberater im Kreis neue Fachliteratur anzuschaffen und Geschirr für die Suppenküche der Stadtmission zu kaufen.

Wenn das Experiment Biergarten im Stadthallengarten gelingt, sind Wiederholungen möglich, betont das Brauerpaar und verweist auf eine weitere Neuerung. Die Bierblume lädt in der Neißstraße 8 nun auch in einen Bierhof ein. Der Hinterhof des Gebäudes, in dem es früher schon einmal eine Brauerei gab, bietet die urige Kulisse für den Biergarten. Hier gilt genau das Gleiche, wie im Stadthallengarten: Wer möchte, kann seinen Picknickkorb mitbringen, das Bier und alkoholfreie Getränke liefert die Bierblume. Noch ist die Ausgestaltung des Bierhofes nicht ganz fertig, ein Stammtisch zum Beispiel wird derzeit noch getischlert. Etwa 60 Leute finden Platz im Bierhof, der nur bei schönem Wetter genutzt werden kann. Er ist wie die Bierblume auch Dienstag bis Sonnabend von 14 bis 22 Uhr geöffnet. Die Gäste haben dann die Auswahl aus den Sorten, die in der Bierblume hergestellt werden.

Mit beiden Biergärten wollen Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus für Görlitzer und Gäste der Stadt Orte anbieten, in denen man sich treffen, reden, entspannen und Bierspezialitäten genießen kann. Oder einfach mal gemeinsam musiziert. Ein Musikprofessor, der in der Neißstraße wohnt, beispielsweise spielt des Öfteren auf dem E-Piano. Dabei wird er von Gästen auf Klarinette und Gitarre begleitet – „und schon haben wir ein offenes Musizieren, an dem alle Gäste Freude haben“, freut sich Diana Klaus-Metzner.

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