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Biergarten in der Wilhelmsburg wieder geöffnet

Der Anfang war schwierig. Diebe hatten das Ausflugslokal heimgesucht. Von ihnen fehlt weiter jede Spur.

Von Lars Kühl

In die Wilhelmsburg am Stausee in Niederwartha kehrt langsam wieder Leben zurück, nachdem der Gaststättenbetrieb in den vergangenen Jahren ruhte. Eigentümer ist Kusno Tjahjono, dem auch das Restaurant „Bali“ mit indonesischer Küche an der Dresdner Straße in Cossebaude gehört. Der hat begonnen, sporadisch einen Biergarten auf der oberen Terrasse des markanten Ausflugslokals zu betreiben.

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Immer an den Wochenenden und an Feiertagen ist der Ausschank offen, erklärt Stephanie Eckert, die als Kellnerin im „Bali“ und in der Wilhelmsburg arbeitet. Feste Zeiten gebe es nicht. Wenn das Wetter stimmt, wird aufgemacht. „Wir können schnell reagieren“, sagt die junge Frau. Bis September läuft der Testbetrieb, in den Ferien ist auch unter der Woche geöffnet. Besonders auf Badbesucher, die nach dem Schwimmen noch ein Bier oder eine Limo trinken wollen, spekuliert Eckert. Wenn genügend Gäste da sind, schmeißt sie auch den Grill an.

Ist der Andrang aber jetzt schon groß, hätte der Betreiber ein Platzproblem. Denn von den 75 Klappstühlen fehlen seit Anfang Juni 50 Stück. Die wurden gestohlen und konnten bisher nicht ersetzt werden. Dabei waren sie angeschlossen, doch die Ketten wurden einfach zerschnitten. „Die Versicherung prüft den Fall noch“, sagt Eckert. Für sie steht allerdings fest: Das Ganze war geplant. „Das kann keine spontane Tat gewesen sein.“ Es sei auffällig, dass alle die Stühle weggetragen wurden, die auf dem hinteren, schlecht einsehbaren Terrassen-Bereich standen. „Wahrscheinlich über die Treppe.“

Beobachtet hat den Diebstahl offensichtlich niemand, denn auch bei der Polizei sind keine Zeugenhinweise eingegangen, erklärt Sprecher Marko Laske. Zum Verbleib der zwölfeinhalb Kilo schweren Stühle gebe es bisher genauso wenig Hinweise wie zu den Tätern. „Aber wir ermitteln noch.“ Auch einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall, als in Radebeul 40 Stühle aus dem „Goldenen Anker“ gestohlen wurden, kann Laske weder bestätigen noch ausschließen.

Der Biergarten in der Wilhelmsburg macht jetzt erst einmal mit den verbliebenen Stühlen weiter. Mit einem Bier-Hersteller gibt es einen Mietvertrag, auch für die Tische. Punkten kann das Lokal auf jeden Fall mit einer tollen Aussicht auf den benachbarten Stausee.