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Es fehlen immer noch 300 Lehrer in Sachsen

Gerade in der Corona-Krise macht sich der Lehrermangel im Freistaat bemerkbar. Wo jetzt am dringendsten neues Personal gebraucht wird.

© Caroline Seidel/dpa

Dresden. Auch in der Corona-Krise ist Sachsens Schulsystem mit bekannten Problemen wie dem akuten Personalmangel konfrontiert. Laut einer aktuellen Aufstellung von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) waren Anfang dieses Monats landesweit 331 Lehrervollzeitstellen nicht besetzt.

Am stärksten betroffen von den Lücken im Personaltableau sind die Oberschulen, wo für fast 200 Vollzeitstellen Lehrer fehlen. Es folgen die Gymnasien mit 95 und die Berufsschulen mit 61 vakanten Stellen. Lediglich bei den Förderschulen weist die Statistik vereinzelt leichte Überhänge aus. Diese Stellen sollen zunächst innerhalb dieser Schulart und später nach Möglichkeit schulartübergreifend ausgeglichen werden.

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Nach wie vor fallen die Personaldefizite regional unterschiedlich aus. Die meisten Lehrer werden für Schulen in den Standortbereichen Zwickau und Bautzen gesucht, während es im Bereich Dresden einen vergleichsweise geringen Bedarf gibt.

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