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Bildung und Verkehr sind Pflichtaufgaben

über die geplanten Investitionen des Kreises

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Sebastian Kositz

Schulen und Straßen – mit seinem neuen Haushalt setzt das Landratsamt deutliche Prioritäten. In keinem anderen Bereich will der Kreis in den kommenden Jahren auch nur annähernd so viel Geld investieren. Für das Straßennetz sind allein bis Jahresende acht Millionen Euro eingeplant, weitere Millionenbeträge sind für den Um- und Neubau von Schulen und Turnhallen vorgesehen.

Dass die Verwaltung konsequent auf Bildung und Verkehr setzt, ist richtig. Es sind aber auch die Pflichtaufgaben, die das Landratsamt zwingend anpacken muss. Der Landkreis braucht eine moderne Schullandschaft und intakte Straßen. Bildung und Verkehr sind gerade in strukturschwächeren Gebieten klare Standortvorteile. Insofern bleibt der Handlungsspielraum für die Verantwortlichen ohnehin überschaubar.

Fraglich bleibt allerdings, ob die Rieseninvestition in das Berufsschulzentrum in Bautzen in der Höhe gerechtfertigt ist – oder ob es nicht eine Nummer kleiner geht. Das Vorhaben muss angesichts der nicht ausgeschöpften Kapazitäten in Hoyerswerda, Kamenz und Radeberg zumindest noch einmal hinterfragt werden. Der Kreis hat hier nichts zu verschenken.