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Görlitz

Billard-Bar im Nordquell macht wieder auf

Der Inhaber hat die Beseitigung von Wasserschäden auch gleich für eine Modernisierung genutzt. Jetzt liegen die Bauarbeiten fast schon in den letzten Zügen.

Im April zeigte Inhaber Mathias Weise den Wasserschaden in der Billard-Bar im Keller des Restaurants Nordquell in Königshufen. Nun ist er bald behoben.
Im April zeigte Inhaber Mathias Weise den Wasserschaden in der Billard-Bar im Keller des Restaurants Nordquell in Königshufen. Nun ist er bald behoben. © SZ-Archiv / Nikolai Schmidt

Einen genauen Wiedereröffnungstermin hat Mathias Weise noch nicht. „Aber dass wir unsere Billard-Bar im Keller bald wieder eröffnen, steht fest“, sagt der Inhaber der beliebten Gaststätte Nordquell am Königshufener Boulevard. Viele Gäste würden immer wieder nachfragen. Und inzwischen liegen die Bauarbeiten fast schon in den letzten Zügen, sagt Weise: „Wir müssen nur noch den Tresen und die Renovierung fertigstellen.“ Allerdings sei der Maler momentan im Urlaub: „Ich versuche, derzeit die anderen Sachen zu erledigen.“

Die Billard-Bar macht seit 16. Januar Zwangspause. Grund ist ein Wasserschaden. Weise macht seinen Vermieter Kommwohnen dafür verantwortlich, Kommwohnen hingegen sieht die Ursache beim Mieter. Da es keine Klärung gab, zog sich der Baubeginn lange hin. Beim gemeinsamen Vor-Ort-Termin im Beisein der SZ Ende April blieben beide Seiten zwar bei ihren Darstellungen, aber Kommwohnen-Chef Arne Myckert bot an, dass sein Unternehmen den strittigen Betrag zahlt, wenn im Gegenzug ein Passus in den Mietvertrag aufgenommen wird, dass Weise für fünf Jahre nicht kündigen darf – weder für das Restaurant noch für die Billard-Bar. Ansonsten bliebe der Vertrag unverändert, also ohne Mieterhöhung. Myckert wollte sichergehen, dass ihm der Mieter erhalten bleibt.

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„Ich bin nicht auf dieses Angebot eingegangen“, sagt Weise jetzt. Er habe sich nicht für fünf Jahre binden wollen. Klar wolle er das „Nordquell“ noch lange betreiben: „Aber ich weiß doch nicht mal, was in zwei Jahren sein wird.“ Also habe er die Sache jetzt doch selbst in die Hand genommen. Er schätzt seine eigenen Unkosten auf über 20 000 Euro – inklusive der Personalkosten, die weiterlaufen, weil er niemandem gekündigt hat. Doch er erhält auch Unterstützung: Kommwohnen hat den Fußboden und den Belag bezahlt. Das beschädigte Inventar hat er von der Versicherung ersetzt bekommen: „Da gab es keine Probleme.“ Doch die 20 000 Euro kommen auch deshalb zustande, weil Weise die Beseitigung von Wasserschäden gleich für eine Modernisierung der Billard-Bar genutzt hat: „Ich habe manches rausgeworfen, was 25 Jahre alt war.“ Die Gäste sollen bei der Eröffnung sehen, dass sich etwas getan hat. Den Termin will er bald bekannt geben. Noch steht er aber nicht fest.

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