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Birkenstock wählt nach Pfingsten Betriebsrat

Der Termin steht inzwischen fest. Derzeit können sich Kandidaten für das elfköpfige Gremium in der Bernstädter Betriebsstätte bewerben.

© dpa

Von Anja Beutler

Bernstadt. Die Betriebsratsgründung bei Birkenstock in Bernstadt geht voran. Wie Uwe Garbe von der IG Metall auf Nachfrage erklärte, ist als Wahltag der 22. Mai festgesetzt worden – das ist der Dienstag nach Pfingsten. Die entsprechenden Wahlausschreibungen habe man Anfang dieser Woche am Unternehmensstandort ausgehängt und die Mitarbeiter nun aufgefordert, Vorschläge für eine Kandidatur einzureichen. Dabei können sie sich sowohl selbst zur Verfügung stellen als auch andere Kollegen vorschlagen. Zwei Wochen haben die Birkenstock-Angestellten nun Zeit, Vorschläge einzureichen.

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Positiv erwähnte Garbe auch die aktuelle Kooperationsbereitschaft der Betriebsleitung vor Ort und auch der Unternehmensspitze: „Der Wahlausschuss, der jetzt alles vorbereitet, hat vom Unternehmen ein geeignetes Büro zugewiesen bekommen und erhält auch sonst die nötige Unterstützung“, betont er. Das war nicht immer so. Vor einem Jahr, als die Forderungen in der Belegschaft nach mehr Mitbestimmung lauter geworden waren, hatte auch die Gewerkschaft teilweise über deutliche Verstimmungen und Behinderungen geklagt. Das habe sich inzwischen geändert. Auch die Unternehmensspitze hatte gegenüber der SZ stets betont, dass man die Vorbereitungen unterstützen werde und bereits an anderen Standorten gut mit den Betriebsräten zusammenarbeite.

Mit Blick auf die Mitarbeiterzahl im Bernstädter Werk, die bei rund 530 liegt, ist derzeit von einem elfköpfigen Betriebsrat auszugehen, erklärte Garbe. Er hoffe, dass sich ausreichend Kandidaten finden, um das Gremium voll zu besetzen. Ob eines der Betriebsratsmitglieder sich für seine neuen Aufgaben freistellen lassen wird, stehe nicht von vornherein fest. „Das liegt im Ermessen des Betriebsrates selbst, die Mitglieder legen dann fest, ob und wer für seine Aufgaben gegebenenfalls komplett oder teilweise entlastet wird“, erläutert der Gewerkschaftsmitarbeiter. Es gebe auch viele Fälle, in denen die Betriebsräte sich nicht komplett befreien lassen, sondern die zu regelnden Dinge nebenbei koordinieren können. „Darüber und auch über die Aufgabenverteilung entscheiden die Mitglieder nach der Wahl“, sagt Garbe.

Ganz so weit wie in Bernstadt sind die Vorbereitungen im Görlitzer Birkenstock-Werk noch nicht gediehen. Man habe Ende März zu einer Infoveranstaltung eingeladen, die gut besucht gewesen sei. Welche Wirkung dieses Treffen am Ende habe, werde sich erst noch zeigen. Interesse an einem Betriebsrat regt sich aber auch hier.