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Bischofswerda feiert Stadtfest

Die Schiebocker Tage mit netten Details, einigen Neuerungen und kleinen Pannen gingen gestern Abend zu Ende.

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Historischer Umzug

Der Mittelalter-Umzug am Sonnabend fiel kürzer aus als erwartet, lebte aber vor allem durch zum Teil aufwändig gestaltete Schaubilder. Dazu trugen Bischofswerdaer und Auswärtige bei, darunter der Fischbacher Traditions- und Schützenverein, dessen Mitglieder mit Planwagen anreisten und die Landwirtschaft um 1800 darstellten. Zur Unterhaltung trugen Schauspieleinlagen wie die des Jugendhauses Neukirch bei.

An der Strecke und auf dem Altmarkt verfolgten einige hundert Zuschauer das Geschehen. Manch einer allerdings hatte das Nachsehen und war verärgert. Unterschiedliche Angaben über das Eintreffen des Zuges auf dem Altmarkt führten dazu, dass alle die zu spät kamen, die sich auf 15 Uhr eingerichtet hatten. (nk/SZ/ass)

Schiebock-Rennen

Schiebock-Rennen „einmal anders“ startete mit Verspätung, wurde dann aber zur unterhaltsamen Sonntagnachmittag-Einlage. Nicht über den traditionellen Schiebock-Weltmeisterschafts-Kurs ging es diesmal, sondern über einen Hindernisparcourse aus Holzdämmen, -wippen und -wassergraben – in Anlehnung an das alte Bischofswerda natürlich mit Schiebock. Eine nette Idee, deren Umsetzung sieben Einzelstartern und neun Teams zu danken ist. Von allen am besten sah BFV-Stadionsprecher Heiner Lauber, der das Geschehen vom Hochstand aus gewohnt unterhaltend moderierte – mit den Läufern fieberte, die am Hindernis den Medizinball vom Schiebock verloren und kommentierte, wie Karl-Heinz John im Einsatz für sein Butterberg-Team zu Wasser ging. Als mit Abstand bester Läufer im Einzelrennen erwies sich der Schüler Florian Tietze, der für die Firma Holz- und Bautenschutz Kirschner aus Putzkau lief und der zusammen mit Stefan Dürrling auch die Teamwertung gewann. (SZ/ass)

Marktplatzpartys

Die „gute Stadtfeststube“ wurde wegen der Grabungen anders eingeräumt – und war dennoch gemütlich. An den Biertischgarnituren zwischen Dresdener Bank und Stadtapotheke nahmen am Freitag-, Sonnabend- und Sonntagabend jeweils hunderte Gäste Platz. Bier floss reichlich, Fleisch, Fisch, Crépes, Eis und anderes mundeten, auch wenn das dazu führte, dass bald in Portmonees bald Ebbe war. Dank des Wetters blieben nicht wenige Gäste auch nach dem Zapfenstreich und dem Ende des durchweg guten Unterhaltungsprogrammes sitzen, um in die Nacht zu feiern. Mancher besuchte auf die Art zum ersten Mal auch eine der Gaststätten am Altmarkt.

Am Freitag, als die Innenstadthändler zur Einkaufsnacht eingeladen hatten, ließ sich die Gästeschar ebenfalls nicht lange bitten. Sehr zufrieden mit der Resonanz zeigten sich auch die Macher des Kinder- und Jugendfestes. (SZ/ass)