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Bischofswerda: Parkplatz-Chaos bald vorbei

Auf der Fläche am Wesenitz-Sportpark wird in diesem Sommer ein Problem gelöst, das viele seit Jahren ärgert. Doch eine Frage muss noch geklärt werden.

Jeder parkt, wie er kann, weil auf dem Platz gegenüber dem Wesenitz-Sportpark in Bischofswerda die Markierungen fehlen. Jetzt wird das Problem gelöst.
Jeder parkt, wie er kann, weil auf dem Platz gegenüber dem Wesenitz-Sportpark in Bischofswerda die Markierungen fehlen. Jetzt wird das Problem gelöst. © Steffen Unger

Bischofswerda. "Wildes" Parken adé:  Der Großparkplatz am Wesenitz-Sportpark wird in diesem Jahr nicht nur neu markiert. Er bekommt auch eine neue Deckschicht. In diesem Zusammenhang werden auch die Randbereiche, wie zum Beispiel die Borde, erneuert und die Entwässerungsanlagen Richtung Kulturhaus ausgebaut. 

Poller am Rande des Platzes kommen weg

Der Stadtratsausschuss für Technik und Wirtschaft (ATW) vergab jetzt den Bauauftrag an das Straßen- und Tiebauunternehmen Bistra-Bau aus Putzkau. Es hatte sich mit einer Angebotssumme von rund 141.000 Euro gegenüber der Bautzener Niederlassung der Strabag AG durchgesetzt, deren Kalkulation um rund 2.000 Euro höher lag. 

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Gebaut werden soll in den Sommerferien, wobei die Stadt von einer Bauzeit von drei bis vier Wochen ausgeht. Nur in einer Woche wird der Platz voll gesperrt werden müssen; nämlich dann, wenn die Asphaltarbeiten ausgeführt werden. 

Mit dem Ausbau verschwinden auch die provisorischen Poller am Rand, die jetzt den Parkplatz von den Flächen trennen, auf denen Schüler zu und von den Sportanlagen laufen. Im oberen Bereich des Platzes werden sie durch ein Geländer ersetzt, so Bauamtsleiter Sebastian Twardawa. Außerdem werden Stellplätze für Motorräder markiert.

Größere Stellflächen, dafür weniger Plätze?

Mit der Entscheidung, den stark frequentierten Parkplatz am östlichen Rand der Innenstadt zu erneuern, löst die Stadt ein Problem, das vielen seit Jahren unter den Nägeln brennt. Da von der ursprünglichen Markierung des Parkplatzes nur noch wenige Reste übrig  sind, ist es für Autofahrer unmöglich, auch nur halbwegs eine Parkordnung einzuhalten. Die Folge: Wertvoller Platz geht verloren. 

Laut Stadtverwaltung können bis zu 173 Fahrzeuge am Stadion abgestellt werden. Vorausgesetzt, es bleibt bei einer Breite von 2,50 Meter für jeden Pkw-Stellplatz.  Einige Stadträte plädieren für eine Breite von 2,70 Meter und begründen es damit, dass Autos immer kompakter werden. Nach Berechnungen der Stadtverwaltung würde das aber bedeuten, dass es künftig etwa 20 Stellplätze weniger am Sportpark geben würde. Doch das stößt  bei den Stadträten nicht auf ungeteilte Zustimmung, da die vorhandene Anzahl an Plätzen gebraucht werde. 

Der vorgeschriebene Richtwert für die Breite von Stellplätzen liegt bei nur 2,30 Meter. Dann stehen die Autos aber "Lackschaden-trächtig" Tür an Tür, und selbst schlanken Menschen fällt das Ein- und Aussteigen schwer. Zum Vergleich: Die Stellplätze bei Lidl und Rewe in Bischofswerda sind 2,60 Meter breit, die vor der Schiebock-Passage knapp 2,50 Meter.  

Kein Geld für Schatten spendende Bäume

Entsprechend eines Kompromissvorschlages von Oberbürgermeister Holm Große (parteilos)  wurde im Ausschuss zwar über den Bauauftrag abgestimmt. Die Entscheidung über die Markierung der Stellplätze wurde aber vertagt. Die Verwaltung will hinsichtlich der Breite prüfen, ob 2,50 Meter, 2,60 Meter oder 2,70 Meter praktikabel sind. 

Ein anderer Vorschlag bleibt dagegen chancenlos. FDP-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz John fragte, ob man nicht auch ein paar Bäume pflanzen könnte, wenn der Parkplatz nun schon neu gestaltet wird.  Er ist nicht der einzige in Bischofswerda, der sich bei der Stadtplanung mehr Grün wünscht - auch mit Blick auf heißere Sommer und die Notwendigkeit, Schattenplätze zu schaffen. 

Für Bäume aber wurde kein Geld eingeplant. Sebastian Twardawa verwies auf "finanzielle Zwänge". Die Stadt habe in dieser Hinsicht "keinen Spielraum", sagte er. 

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