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Das ist Goldbachs neue Schulleiterin

Peggy Rosenkranz arbeitet mit ihrem Team zunächst in einem Ausweichquartier. Und zu Beginn ihrer neuen Tätigkeit gibt es noch eine besondere Herausforderung.

Peggy Rosenkranz ist die neue Leiterin der Grundschule Goldbach. Sie freut sich auf die Arbeit in einem kleinen, aber sehr motivierten Team.
Peggy Rosenkranz ist die neue Leiterin der Grundschule Goldbach. Sie freut sich auf die Arbeit in einem kleinen, aber sehr motivierten Team. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Als Mitte Juli der Grundstein für Goldbachs neue Schule gelegt wurde, war auch Peggy Rosenkranz dabei. Sie ist die neue Grundschulleiterin in dem Bischofswerdaer Ortsteil. Bis sie und die anderen Lehrer im neuen Haus unterrichten können, werden aber noch fast anderthalb Jahre vergehen. Bis dahin lernen die Goldbacher Schüler in Bischofswerda Süd. 

Seit einigen Tagen richtet sich Peggy Rosenkranz an ihrem neuen Arbeitsplatz ein. "Ich bin sehr herzlich von den Kollegen begrüßt worden", sagt sie. Auch mit der Leiterin der Grundschule Süd, Cornelia Haufe, arbeitet sie schon eng  zusammen. Beide Schulleiterinnen sitzen Tür an Tür. Zu Beginn des neuen Schuljahres haben sie eine gemeinsame Herausforderung zu bewältigen: Sie müssen ein Hygienekonzept verwirklichen, das für beide Schulen auf engem Raum funktioniert. 

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Seit der Kindheit in Großharthau zu Hause

Die neue Schulleiterin wohnt seit ihrer Kindheit in Goldbachs Nachbarort Großharthau. Dort hat sie mit ihrem Mann ein Haus gebaut. Die beiden Kinder sind inzwischen erwachsen. 

Peggy Rosenkranz arbeitete an einer größeren Schule in Dresden. Sie gehörte dort dem erweiterten Leitungsgremium an. In den vergangenen drei Jahren leitete sie die Grundschule Laußnitz. Als die Schulleiterstelle in Goldbach ausgeschrieben wurde, bewarb sie sich. Statt 30 fährt sie künftig nur noch drei Kilometer auf Arbeit. 

Ihren Vorgänger Uwe Barkow, der am Schuljahresende in den Ruhestand ging, kennt sie bereits seit den 90-er Jahren. Er war damals stellvertretender Leiter der Grundschule Kirchstraße in Bischofswerda. Peggy Rosenkranz absolvierte dort nach dem Studium ihr Referendariat. 

Pädagogischer Anspruch: Kinder differenziert fördern

Peggy Rosenkranz ist gern Grundschullehrerin. Die ersten vier Schuljahre, sagt sie, sind jene, wo man Kindern wichtige Grundlagen beibringt und den Grundstein dafür legt, dass sie ein Leben lang Spaß am Lernen haben.  Kinder seien in diesem Alter sehr neugierig und offen. Sie haben viele Fragen und viele Ideen. Man sieht sie in diesen vier Jahren als Persönlichkeit wachsen. Doch auch die Schulleiterin hat sich mit ihren 51 Jahren die Neugier bewahrt. "Kein Tag ist wie der andere an einer Schule", sagt sie. 

Die Voraussetzungen, mit denen die Kinder eingeschult werden, sind unterschiedlich, und die Schere geht weiter auf als dass sie sich schließt. Kinder differenziert zu fördern, nennt Peggy Rosenkranz die größte Herausforderung in der pädagogischen Arbeit.  "Wir müssen dafür die Freiräume schaffen", sagt sie. 

In Laußnitz habe man dabei gute Erfahrungen mit externen Partnern gemacht. So wurden aus dem Fonds für die Ganztagsangebote Partner aus dem handwerklichen Bereich für Förderstunden finanziert. Mancher Schüler, dem das Lernen schwer fällt, ist dabei über sich hinaus gewachsen.  

Eine von zehn neuen Schulleitern im Kreis

In ihrem neuen, kleinen Kollegium möchte Peggy Rosenkranz erst mal schauen, wie es läuft und sich einarbeiten. Sie ist eine von zehn neuen Schulleitern im Landkreis Bautzen. Vier Schulen im Kreis werden mit Schuljahresbeginn kommissarisch oder mit einem amtierenden Leiter geführt, weil das Besetzungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Damit steht der Landkreis Bautzen vergleichsweise gut da. Sachsenweit sind aktuell 87 Schulleiterstellen nicht besetzt.  

Peggy Rosenkranz hat sich entschieden, Leitungsverantwortung zu übernehmen, wohl wissend, dass damit mehr Arbeit auf sie zukommt. "Ich habe Spaß am Planen und Freude an der konzeptionellen Arbeit", sagt sie. 

Kollegin aus Putzkau leitet jetzt auch Burkaus Schule

Ihre Kollegin Mandy Gründer, Leiterin der Dr.-Alwin-Schade-Grundschule in Putzkau, äußert sich ähnlich. Mit Beginn des neuen Schuljahres übernimmt sie zusätzlich kommissarisch die Leitung der Grundschule Burkau. Vier Tage in der Woche will sie in Putzkau, einen Tag in Burkau sein. 

Um beides gut auf die Reihe zu bringen, setzt sie auf zwei engagierte Teams - und einen Lehrer mit besonderem Aufgaben, der in Burkau Ansprechpartner ist, wenn die Leiterin nicht vor Ort ist. 

Dass beide kleine Schulen sind, ist von Vorteil. Seitdem sie 2014 die Leitung der Schule in Putzkau übernommen hat, setze sie auf flache Hierarchien und die Arbeit im Team, sagt Mandy Gründer. "Es macht jeden Tag Spaß."   

Golbacher bekommen ihre Zuckertüten in Rammenau

In Putzkau werden am Sonnabend 27 Kinder für eine Klasse, in Burkau 31 Kinder für zwei Klassen eingeschult. An der Grundschule Goldbach gibt es 25 Abc-Schützen. Sie kommen aus Goldbach, Großdrebnitz, Weickersdorf und Rammenau. Die Zuckertüten gibt es im Saal des Rammenauer Erbgerichtes. Ab Montag werden insgesamt 91 Kinder an diesen Schulen lernen. Zum Team gehören vier Klassenlehrer, eine Referendarin, eine Schulsozialarbeiterin und eine junge Frau im Freien Sozialen Jahr - und natürlich die neue Leiterin. Peggy Rosenkranz freut sich auf ihre neue Aufgabe. 

Auch an diesen Schulen gibt es neue Leiter:

An folgenden Grundschulen gibt es ebenfalls neue Leiter: Max-Militzer-Grundschule Bautzen, Grundschule "Juri Gagarin" Königsbrück, Grundschule am Knappensee Lohsa, Lessinggrundschule Neukirch, Grundschule "Otto Garten" Elstra und Grundschule Medingen. 

Neue Leiter gibt es auch an der Oberschule Hoyerswerda, am Humboldt-Gymnasium Radeberg und bereits seit dem 1. Mai an der Heideschule Radeberg.

Zurzeit unbesetzt sind die Schulleiterstellen am Wilthener Kant-Gymnasium sowie an den Grundschulen Burkau, Laußnitz und Malschwitz. Für sie gibt es amtierende oder kommissarische Leiter. 

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