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Bischofswerda: Platz für 40 neue Eigenheime

An drei Stellen in der Stadt wollen Investoren Bauland erschließen. Eine Fläche war schon in den 1990er-Jahren im Gespräch.

Hier wächst Bischofswerda: WuB-Geschäftsführer Andreas Wendler mit dem Bauplan für den Eigenheimstandort Süßmilch- und Bergstraße. 15 Häuser im modernen Cube-Stil sollen hier errichtet werden.
Hier wächst Bischofswerda: WuB-Geschäftsführer Andreas Wendler mit dem Bauplan für den Eigenheimstandort Süßmilch- und Bergstraße. 15 Häuser im modernen Cube-Stil sollen hier errichtet werden. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. In Bischofswerda gibt es viele schöne Ecken zum Wohnen - und in den kommenden Jahren werden einige Adressen hinzukommen. Denn im südlichen Stadtgebiet und am Rammenauer Weg wollen Grundstückseigentümer Bauland erschließen. 

Der Stadtratsauschuss für Technik und Wirtschaft (ATW) stimmte am Dienstagabend den Plänen zu. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 29. September. Die Zustimmung gilt auch dort als sicher.  

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Süßmilchstraße: Platz für moderne Stadtvillen

Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen für den Eigenheimstandort an Süßmilch- und Bergstraße, den die städtische Wohnungswirtschaft und Baugesellschaft (WuB) erschließen möchte. Hier liegt bereits der Entwurf des Bebauungsplanes vor. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates soll das Dokument im Herbst öffentlich ausgelegt werden. 

Vorgesehen sind 15 Baugrundstücke, die zwischen 600 und 1.000 Quadratmeter groß sind, sagt WuB-Geschäftsführer Andreas Wendler.  Eine Besonderheit dieses Wohngebietes ist es, dass es im Cube-Stil entwickelt werden soll. Das heißt, die Häuser werden die Form eines Würfels, zwei Vollgeschosse und ein Flachdach haben. Diese Häuser werden auch als Stadtvillen bezeichnet. Damit könnte dieses Gebiet architektonisch Bischofswerdas modernster Eigenheimstandort werden.  

Abrissarbeiten - zum Beispiel der Rückbau von Straßen an den beiden abgerissenen Wohnblöcken an der Bergstraße - sollen noch in diesem Jahr erfolgen, sagt Andreas Wendler. Die Erschließung des neuen Wohngebietes soll im Frühjahr 2021 beginnen. Wenn alles gut läuft, werden die Bauparzellen ab Herbst kommenden Jahres zur Verfügung stehen.  

Pläne der WuB, in direkter Nachbarschaft zu den Einfamilienhäusern an der Süßmilchstraße ein Mehrfamilienhaus mit altersgerechten Wohnungen zu errichten, sind kein Bestandteil des vorliegenden Bebauungsplanes. "Dieses Projekt entwickeln wir später separat", sagt Andreas Wendler. In zwei, drei Jahren könnte es so weit sein. 

Putzkauer Straße: Eigenheime und Mehrfamilienhäuser

Bebaut werden soll auch ein seit vielen Jahren brachliegendes Grundstück zwischen Putzkauer, Belmsdorfer und Siedlerstraße. Dort hatten einst die Staatliche Versicherung der DDR und die Dresdner Industrie- und Wohnungsbaugesellschaft ihren Bischofswerdaer Betriebssitz. Die Volksbank Dresden-Bautzen hat die Fläche erworben, um sie fürs Wohnen zu erschließen. 

Mit im Boot sind die Stadt und private Grundstückseigentümer. So soll der ehemalige Verkehrsgarten an der Belmsdorfer Straße in das Projekt einbezogen werden. Auf einer Gesamtfläche von 26.544 Quadratmetern sollen sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Detaillierte Angaben sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich, heißt es aus dem Rathaus. 

Wie die Fläche bebaut werden soll, wird ein Bebauungsplan regeln, den die Stadt jetzt auf den Weg bringen will. 

Die Pläne, dieses Gebiet zu entwickeln, sind nicht neu. Bereits in den 1990er-Jahren beabsichtigte ein Dresdner Unternehmen, 31 Doppel- und Reihenhäuser sowie 36 Eigentumswohnungen zu errichten. Gebaut wurde damals aber nur ein einziges Mehrfamilienhaus an der Putzkauer Straße. 

Nimmt man die Pläne von damals und die für Einfamilienhäuser in Bischofswerda typischen Grundstücksgrößen zwischen 600 und 800 Quadratmeter zur Grundlage, kann man davon ausgehen, dass Platz für etwa 20 Eigenheime sein wird. Die Verkehrserschließung soll laut Stadtverwaltung von der Belmsdorfer und Putzkauer Straße aus erfolgen. Von der Siedlerstraße aus ist ein Fußweg vorgesehen. 

Rammenauer Weg: Fünf Baugrundstücke

"Wohnen am Hustegraben" ist ein weiterer Bebauungsplan überschrieben, dessen Aufstellung der Stadtrat am 29. September beschließen soll. Dabei geht es um Teile der Fläche der ehemaligen städtischen Elektrofirma EIB im hinteren Bereich des Rammenauer Weges. Eine Berliner Projektentwicklungsgesellschaft möchte diesen Wohnungsbaustandort entwickeln. Fünf Baugrundstücke sollen erschlossen werden. 

Laut Stadtverwaltung gab es bereits Abstimmungen der Projektentwickler mit dem Landratsamt, unter anderem zu Fragen des Artenschutzes, dem Roden von Bäumen, den Abbrucharbeiten und dem Beseitigen von schadstoffbelasteten Materialien. Dadurch soll das Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. 

Grundstückspreise im Aufwind

Was das neue Bauland in Bischofswerda kosten wird, ist noch offen. Neben dem Aufwand für die Erschließung fließt auch die Lage in die Kalkulation mit ein. 

Die Grundstücke im inzwischen zu 100 Prozent bebauten Wohnpark  am Paul-Kegel-Weg verkaufte die Stadt Bischofswerda für 48 Euro pro Quadratmeter. Kenner des Immobilienmarktes erwarten, dass die künftigen Preise höher sein werden - auch angesichts der Entwicklung des Immobilienmarktes im Bischofswerdaer Umland. Dort liegen die Grundstückspreise aktuell zwischen einem Mindestgebot von 51 Euro in Neukirch und einem Festpreis von 99 Euro in Putzkau.  

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