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Bitcoins im Millionenwert beschlagnahmt

Raubkopierer haben ein stattliches Vermögen angehäuft. Polizei und Justiz in Sachsen stellen bei ihnen Bitcoins im Wert von 25 Millionen Euro sicher.

Bitcoin Münzen - nur eine Visualisierung. Das Prinzip "Bitcoin" ist nur digital möglich.
Bitcoin Münzen - nur eine Visualisierung. Das Prinzip "Bitcoin" ist nur digital möglich. © Rick Bowmer/AP/dpa

Sächsische Ermittler haben bei den Betreibern des bis 2013 führenden deutschen Raubkopienportals movie2k.to Bitcoins in Höhe von 25 Millionen Euro beschlagnahmt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Dienstag mit. Zwei Beschuldigten wird vorgeworfen, zusammen mit weiteren Tatbeteiligten von 2008 bis  2013 über 880.000 Raubkopien von Filmwerken über das Portal verbreitet und einen illegalen Streamingservice betrieben zu haben. 

Einer der beiden Hauptbetreiber – der Programmierer von movie2k.to – sowie ein Immobilienunternehmer aus Berlin befinden sich seit November 2019 in Untersuchungshaft.  Gegen den Makler bestehe der Verdacht der gewerbsmäßigen Geldwäsche. Die beiden Männer seien geständig und unterstützten die Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungen gegen den noch flüchtigen zweiten Hauptbetreiber.

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Bitcoins freiwillig herausgegeben

An den umfangreichen Ermittlungen sind die Generalstaatsanwaltschaft,  das Landeskriminalamt Sachsen und die Steuerfahndung Leipzig beteiligt. Die rechtswidrig erlangten Einnahmen aus Werbung und Abofallen wurden den Angaben zufolge seit 2012 von den zwei Hauptbetreibern dazu genutzt, in großem Umfang Bitcoins anzukaufen. Hiervon habe der Programmierer über 22.000 Bitcoins erhalten. Im Zeitraum Herbst 2013 bis Mitte 2016 soll er die Bitcoins überwiegend dazu genutzt haben, über den Immobilienunternehmer Immobilien zu erwerben.

Die eindeutige und beweissichere Identifizierung der Bitcoins erfolgte aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI durch einen forensischen Sachverständigen. Die sichergestellten Bitcoins wurden durch den Programmierer bei seiner staatsanwaltschaftlichen Vernehmung freiwillig zur Schadenswiedergutmachung herausgegeben, teilte Behördensprecherin Nicole Geisler mit.

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