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Bitteres Ende einer verschleppten Planung

Thomas Mielke über die Umplanung bei der neuen B178

Der Vorwurf an die Umweltschützer und Bauern, dass wegen ihnen nun Tausende von pendelnden Autofahrern leiden sollen, ist nur eine Seite der Medaille. Dass sie es trotz millionenschwerer Ausgleichs- und Schutzmaßnahmen für die Umwelt beim Bau der neuen B178 geschafft haben, den vierspurigen Ausbau zwischen Nostitz und der A4 zu torpedieren und die Pkw-Fahrer künftig doch hinter Lkw herzuckeln zu lassen. Dass ihnen ihre Scholle wichtiger ist als die Mobilität einer ganzen Region. Auf der anderen Seite der Medaille steht „Verkehrsministerium“. Hätte das in der vergangenen Legislaturperiode FDP-geführte Haus Nägel mit Köpfen gemacht und die seit 2010 laufenden Planungen beschleunigt, könnte der Abschnitt heute schon fertig sein – und zwar vierspurig. Dann hätten die Gegner der Straße keine Munition gehabt, denn dann hätte die Verkehrsprognose noch gegolten, die den vierspurigen Ausbau rechtfertigte. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass das inzwischen SPD-geführte Ministerium in Dresden so wie die FDP vorher beteuert, dass der Ausbau der neuen B178 das zweitwichtigste Verkehrsprojekt des Freistaates nach der A72 ist. Und auch nicht, dass „die Straßenbauverwaltung nun mit höchster Priorität die geforderten neuen Planungsunterlagen mit einem reduzierten Straßenquerschnitt erarbeiten wird“, wie das Ministerium mitteilte.

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