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Björn Engholm eröffnet in Radebeul die Ausstellung seines Freundes Armin Mueller-Stahl

Rund 1000 Besucher drängten sich gestern Mittag zur Vernissage vor Schloss Wackerbarth.

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Von Philipp Siebert

Seit über 25 Jahren ist der ehemalige Bundesminister und Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Björn Engholm mit dem Multitalent Armin Mueller-Stahl befreundet. „Zwar war er mir als Schauspieler bekannt, doch wirklich kennen gelernt haben wir uns in einer kleinen Trattoria in Neustadt an der Ost. Bei einem Grappa entdeckten wir beiderseitige Sympathien“, erzählt Engholm. Schon vorher sei er vom Ausnahmetalent Mueller-Stahl fasziniert gewesen, dessen Leidenschaft neben der Schauspielerei, der Literatur und Musik auch immer die Malerei gewesen sei.

Schon seit seiner Jugend beschäftigt sich Engholm mit verschieden Kunstgenres, am meisten beeindrucke ihn jedoch, dass es „Armin Mueller-Stahl mit nur wenigen Pinselstrichen gelingt, die Charaktere und Gefühlslagen von Personen genau zu treffen. Das kann nicht jeder“, so Engholm.

Besonders anziehend war für den ehemaligen Ministerpräsidenten das Porträt von Leonard Bernstein, den er vor zehn Jahren persönlich in Lübeck kennen lernte. „Armin hat die Leidenschaft dieses Musikers eingefangen und festgehalten, wie ich es zuvor noch nie gesehen habe. Durch seine persönlichen Erfahrungen mit Schauspielerei, Musik und der Literatur schafft er es, in seinen Werken eine Brücke zwischen den Künsten zu schlagen“, berichtet Engholm.

Bis zum 28. August können Besucher 90 Grafiken, Bilder und Zeichnungen Mueller-Stahls in der Verkaufsausstellung im Schloss Wackerbarth besichtigen, darunter die bekannten Drehbuchzeichnungen zum Urfaust. Damit findet die jahrelange Zusammenarbeit des Staatsweingutes mit der Dresdner Galerie art + form eine gelungene Fortsetzung. Galeriechefin Ingeburg Feuerstrack sagte: „Wir freuen uns nach der Ausstellung der Werke von Günther Grass im Jahr 2008 nun die Gemälde und Zeichnungen des Ausnahmekünstlers Armin Mueller-Stahl präsentieren zu können.“ Die Auswahl wurde dabei in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Lübeck getroffen, welches die Werke Mueller-Stahls betreut. „Neben den druckgrafischen Editionen sind auch Originalzeichnungen und Malereien zu sehen, die erstanden werden können“, sagte Feuerstrack.