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„Blechen-Carreé“ als Variante

Cottbus. Im Sommer2007 soll nun doch ein Einkaufscenter in der Innenstadt eröffnen.

Von Beowulf Kayser

Viele Jahre hat es gedauert, bis endlich eine akzeptable Variante für das geplante innerstädtische Einkaufscenter gefunden wurde. „Wenn alles glatt geht, könnte das ‚Blechen-Carreé am 7. Juli 2007 eröffnen“, hatte Oberbürgermeisterin Karin Rätzel (parteilos) vergangene Woche verkündet.

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Projekt schnell skizziert

Von dem immer wieder negativ besetzten Begriff „City Galerie“ wolle sich die Stadt künftig trennen. Dafür habe man die vom neuen Investor geprägte Bezeichnung übernommen. Bereits im Mai hatte der Geschäftsführer der Gepro Bau GmbH Brieselang, René Becker, bei der Grundsteinlegung für ein Einkaufszentrum im Stadtteil Sachsendorf auf der Rückseite einer Modellkarte sein Projekt für einen innerstädtischen Einkaufstempel eingezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt kämpfte die Hamburger Gesellschaft für Geschäfts- und Wohnbauten (GWB) zwar noch um das von vielen Cottbusern als „Monster“ verteufelte Projekt (Investition 90 Millionen Euro, 500 neue Arbeitsplätze). Doch zum zweiten Mal kam das „Aus“. Der Grund: aus Konkurrenzgründen wollte die benachbarte Galeria Kaufhof nicht mehr an das Flaggschiff andocken.

Jetzt war der Weg frei für neue innerstädtische Gestaltungsideen und auch den Entwurf der Gepro Bau GmbH. Das mittelständische Unternehmen mit Referenzobjekten in Berlin und in vielen märkischen Orten sowie einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro legte mit dem Cottbuser Architektenbüro Richter/Altmann/Jyrch bereits kurz danach einen kühnen Bebauungsplan vor.

„In der Stadtpromenade bleiben bis auf die Fußgängerbrücke alle Teile des innerstädtischen Denkmals stehen“, erläuterte Gepro-Geschäftsführer Becker seine Idee. Die historische Blechen-Schule wird unmittelbar in das Center einbezogen. Es soll eine Verkaufsfläche von 16 000 Quadratmetern und 450 Pkw-Stellplätze haben. Etwa 300 Arbeitsplätze sollen entstehen. 40 bis 43 Millionen Euro werden investiert. Nach den Wünschen der Stadtspitze und auf Empfehlung von Gutachtern soll sich das künftige „Blechen-Carreé“ auch zur Spremberger Straße und zum Altmarkt hin öffnen. An einer solchen Lösung wird gegenwärtig gearbeitet. „In einer zweiten Bauphase nehmen wir uns dann das ‚Sternchen' mit der ehemaligen Mokka-Bar vor“, sagte Becker.

Auch die Pavillons sollen wieder belebt werden. Für rund 13 000 Quadratmeter Verkaufsfläche hat Becker schon verbindliche Mietzusagen. Der Branchen-Mix sieht unter anderem hochwertige Modehäuser, auch Kindermode, Süßwaren, Spielwaren, Elektronik, eine Drogerie und Apotheke sowie ein Reisebüro, Schuh- und Blumengeschäft, einen Lebensmittelmarkt und mehrere Restaurants vor. „Wir werden unsere Vorstellungen werthaltig umsetzen“, kündigte Becker an. Am 12. Oktober will er das Projekt „Blechen-Carreé“ den Cottbuser Stadtverordneten vorstellen.