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Blitzeis sorgt für volle Notaufnahmen 

Der Glatteisregen bedeutete Stress für Ärzte. Viele Menschen in der Sächsischen Schweiz verletzten sich bei Stürzen.

© Symbolfoto: dpa

Rund 30 Prozent mehr Patienten als üblich in der ohnehin gut ausgelasteten Pirnaer Notfall-Ambulanz – das ist die Bilanz des vergangenen Wochenendes am Helios-Klinikum Pirna. „Die Patienten stellten sich vorrangig nach Stürzen vor – mit Platzwunden, Sprung- oder Kniegelenksverletzungen und Handgelenksbrüchen“, teilt Kliniksprecherin Kristin Wollbrandt auf SZ-Anfrage mit. Der Eisregen, der von Freitagabend bis Sonnabendnachmittag fiel, hatte Straßen und Wege spiegelglatt gemacht.

Auch die Sächsische-Schweiz-Klinik in Sebnitz verzeichnete am Wochenende ein besonders hohes Patientenaufkommen in der Notaufnahme. Der Rettungsdienst war mit seinen Fahrzeugen im Einsatz, konnte aber aufgrund der vereisten Straßen nur sehr langsam fahren, wie eine Kliniksprecherin erklärt. Die meisten Patienten kamen gleich zu Fuß in die Notaufnahme. Die Ärzte versorgten unter anderem gebrochene Arme und Schultergelenke sowie Schulter- und Hüftbeschwerden – allesamt Verletzungen, die von Stürzen herrührten. Positiv sei zu vermerken, dass keine Verletzten von Autounfällen in Sebnitz eingeliefert wurden, informiert die Klinik.

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Der Winterdienst gab sich alle Mühe, das Eis auf den Straßen zu tauen. Mit 19 eigenen und 17 Vertrags-Fahrzeugen war der Winterdienst des Landkreises unterwegs, teilt das Landratsamt Pirna mit. Ein Streu-Lkw rutschte bei Hohburkersdorf in den Straßengraben und kippte um (SZ berichtete). Der Schaden an dem Fahrzeug könnte im fünf- bis sechsstelligen Bereich liegen, informiert Landrats-Sprecherin Maria Ehlers. Es werde wohl in den kommenden Monaten nicht verfügbar sein. Der Fahrer blieb bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. Insgesamt lobt der Winterdienst die Umsicht der Autofahrer. Die meisten waren sehr vorsichtig unterwegs bzw. verzichteten gleich ganz aufs Auto. (SZ/ce/dis)