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Blitzer und Schilder sollen verschwinden

Drei Spuren, gerade Strecke. Dennoch ist auf der A 4 zwischen Frankenberg und Hainichen nur Tempo 100 erlaubt. Pure Abzocke?

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Von Petra Schumann

Kraftfahrer auf der Bundesautobahn 4 sehen seit Monaten Rot. Zwischen den Anschlussstellen Frankenberg und Hainichen ist die Geschwindigkeit auf 100 Stundenkilometer begrenzt. Ein Grund dafür ist kaum auszumachen. Schnurgerade Strecke auf drei Spuren, kein Holpern, aber immer wieder die Ansage im Verkehrsfunk: Achtung, Blitzer.

Das Amt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) begründet das mit Fahrbahnschäden. Kraftfahrer fühlen sich aber abgezockt. Rund 33000 Fahrzeuge rollen auf der etwa sieben Kilometer langen Trasse täglich Richtung Dresden. Nicht jeder hält sich an das Tempolimit. Da dürfte seit dem Frühjahr bereits ein erquickliches Sümmchen zusammengekommen sein. Die Behörde selbst wollte keine Aussagen dazu treffen. Es werde keine Statistik geführt, so ein Sprecher.

Doch nun ein Lichtblick, denn Ende November könnten die Blitzer und die Schilder mit der Geschwindigkeitsbegrenzung verschwinden, falls das Wetter mitspielt. Vor Hainichen muss noch ein weiterer Teil der Fahrbahn ausgebessert werden, teilt Steffen Schäfer, Leiter des Büros im Lasuv mit. Zwei schadhafte Betonfelder müssen ausgetauscht und diverse Fugenschäden instand gesetzt werden. „Es ist vorgesehen, Anfang bis Mitte November diese Arbeiten durchzuführen“, teilt er mit. Wetter hin, Wetter her.

Die Arbeiten zur Instandsetzung der Fahrbahn – die Kosten dafür liegen bei rund 100000 Euro – wurden schon einmal verschoben. Bereits in der zweiten Augusthälfte sollten Fugenschäden beseitigt werden. Isabel Siebert, Sprecherin des Lasuv, hatte damals Tagesbaustellen und Verkehrsbehinderungen angekündigt. Doch dann ruderte das Amt offenbar zurück. „Unter Berücksichtigung des Ferienreiseverkehrsaufkommens wurden die ursprünglich für August geplanten Instandsetzungsarbeiten nochmals verschoben“, räumt jetzt Steffen Schäfer ein. Aufgrund der Gesamtlänge des Autobahnabschnittes seien die Instandsetzungsarbeiten nunmehr in zwei Bauabschnitte eingeteilt worden. Vom 10. bis 14. September wurde bereits ein Teil der schadhaften Fahrbahndecke – etwa drei Kilometer, beginnend ab der Anschlussstelle Frankenberg – saniert. (FP)