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Feuilleton

Bloß kein Inklusions-Heititei

Auch das 31. Filmfest Dresden stand ganz im Zeichen des kreativen Streitens.

Im Kurzfilm „Nicht im Traum“ wehrt sich ein alterndes Ehepaar verzweifelt gegen die Einsicht, dass es nicht mehr ohne fremde Hilfe klarkommt. Mit ihrem Film gewann Astrid Menzel den 20.000-Euro-Förderpreis der Sächsischen Kunstministerin. © Filmfest Dresden

Anne-Christin und ihr Sohn führen eine liebevolle Beziehung. Die könnte unbeschwert sein. Wäre da nicht dieses dritte Chromosom. Was der Junge hat, nennen Mediziner „Trisomie 21“ und manche Volksmünder recht unsensibel „Mongolismus“. Das verleitet manch Augenpaar über diesen Volksmündern wiederum dazu, das Kind anzustarren. Überall, immer wieder. Und immer wieder vorwurfsvoll, so kommt es Anne-Christin jedenfalls vor. Als würden die Augen fragen: „Hättest du das nicht vor der Geburt wissen können?“ Über ihr Leben als Mutter eines behinderten Kindes hat die Dresdnerin Anne-Christin Plate den Animationsfilm „Ektamuli“ gedreht. Auch als Versuch „der Bewältigung meines Selbstmitleids“, wie sie aus dem Off einräumt. Aber Plate ist noch offener, ehrlicher, schonungsloser mit sich. Sie gesteht: „Ich will ihn so wollen, wie er ist.“

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