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Blüherwiese heißt jetzt Cocker-Wiese

Der legendäre und mittlerweile verstorbene Sänger wird für sein Konzert 1988 in Dresden geehrt.

Die SPD spricht von einer unbewussten Aufbruchstimmung, weil ein Jahr vor der friedlichen Revolution Stars aus dem Westen in der DDR auftreten. Joe Cocker trat am 2. Juni 1988 vor etwa 85 000 Fans auf der Blüherwiese auf. Dieser und andere Auftritte haben etwas vorweggenommen, was dann zur Wende führte, meint SPD-Stadtrat Thomas Blümel. „Das Konzert war für viele Teilnehmer ein so prägendes Erlebnis, dass es noch heute in Form der Bezeichnung der Fläche fortlebt.“ Denn die Wiese wird seither Cocker-Wiese genannt.

Deshalb wird die Blüherwiese nun in Cocker-Wiese umbenannt. Das hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen. Und noch mehr: Genau heißt es in dem Text: „Die Landeshauptstadt Dresden ehrt diesen Künstler, indem sie diese Fläche nunmehr offiziell mit diesem Namen benennt und einer Straße des angrenzenden, neu zu errichtenden Wohngebietes den Namen „An der Cocker-Wiese“ gibt.

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„Damit erhält ein für die Geschichte von Dresden sehr wichtiges Ereignis, auch wenn es scheinbar nur ein Rockkonzert war, dauerhaft einen Platz im Zentrum der Stadt“, so Blümel. Das Besondere sei, dass diese Namensgebung durch die Dresdner bereits seit Langem vollzogen wurde.

Anders sah das die SPD vor einigen Jahren. Da hatte der Linke-Politiker André Schollbach beantragt, die Loschwitzer/Blasewitzer Brücke offiziell so zu benennen, wie sie die Bürger in der Regel bezeichnen: Blaues Wunder. Doch dafür gab es keine Mehrheit, explizit die SPD hatte sich über den Antrag lustig gemacht – Kosenamen seien keine geeigneten offiziellen Bezeichnungen, wurde als Grund angeführt.

Cocker ist übrigens am 22. Dezember 2014 gestorben. (SZ/awe)