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Blütenfestverein organisiert Dohnaer Stadtfest

Es ist Rettung in letzter Sekunde für die Jubiläumsfeier. Der Borthener Verein hat Erfahrung. Noch ist aber nicht alles geklärt.

Von Heike Sabel

Jetzt ist es klar: Am ersten Juli-Wochenende gibt es in Dohna ein Stadtfest zum 975. Geburtstag. Das war nach den Querelen um die Organisatoren fraglich. Nachdem Detlef Pastewski im Dezember seine Verantwortung hingeschmissen hatte und damit das bisherige Organisationsteam praktisch nicht mehr existierte, war offen, ob Dohna überhaupt feiert. Nachdem das geklärt ist, ist die Frage, wer das Fest organisiert. Schneller war beantwortet, wer das nicht macht.

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Für die Stadt hatte Bürgermeister Ralf Müller (CDU) schon relativ früh die Zuständigkeit abgelehnt. Im Bürgermeister-Wahljahr will er sich damit nicht profilieren. Außerdem wolle man die anfallenden Kosten in der Verwaltung nicht dem Bürger aufbürden. Nichtsdestotrotz will man das Fest finanziell unterstützen. Der Kulturverein fällt als Organisator auch raus. Ihm fehlen Erfahrung, Kontakte und personelle Möglichkeiten. Der Blütenfestverein Borthen hat alles. Und der Vorstand hat sich jetzt dazu bereiterklärt, sagt Vorsitzender Jens Werner. Mit einer Einschränkung. „Die Mitglieder sollen noch darüber entscheiden.“ Das Dohnaer Fest wird deshalb Thema in der Mitgliederversammlung am Donnerstag nächster Woche sein. In der wird auch ein neuer Vorstand gewählt. Werner steht weiter als Vorsitzender zur Verfügung. Und es kann von seiner Wiederwahl ausgegangen werden. Das ist jedoch nur eine Voraussetzung für die Übernahme der Organisation des Dohnaer Festes durch die Borthener. Es müssen finanztechnische und steuerrechtliche Aspekte geprüft werden, da der Blütenfestverein seinen Kernzweck nicht gefährden möchte, so Werner.

Er weiß, dass er sich mit dem Dohnaer Stadtfest viel Arbeit aufbürdet. Aber er hat auch einen Grund, das zu tun. „Die Stadt Dohna hat unseren Verein in den letzten 14 Jahren organisatorisch über den Bauhof und auch finanziell unterstützt, sodass der Verein die Stadt im Gegenzug nicht hängenlassen will.“

Viele Helfer müssen mitziehen

Der zwischenzeitlich auch ins Gespräch gebrachte Manager des Röhrsdorfer Bauernmarkts Holger Tintner hatte ebenfalls seine Bereitschaft erklärt. Zu der jüngsten Runde in Dohna sei er aber nicht eingeladen gewesen. „Ich warte mal ab“, sagt er.

Inzwischen ist auch das Motto für das Dohnaer Geburtstagsfest vom 3. bis 5. Juli bekannt. Mit „Dohna – im Wandel der Zeit“ wird es weder ein reines Mittelalterfest noch ein zweites Blütenfest. 975 Jahre Stadtgeschichte lassen sich schließlich nicht auf drei, vier Jahrhunderte reduzieren, sagt Werner. Er hält dem Team um Detlef Pastewski zugute, dass sie „sehr, sehr viele Helfer um sich geschart haben“. Feuerwehr, Kulturverein, Kirchgemeinde, Meusegaster Sportverein, Kulturcafé, Pfadfinder und aktive Bürger werden sich auch weiter an den Vorbereitungen beteiligen.

Jens Werner sieht die Aufgabe seines Vereins nun darin, alles in die richtigen Bahnen zu lenken – „Damit alle gemeinsam ein schönes Stadtfest feiern können.“

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