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Blumben im Revier Klotzsche

Es gibt Waldortnamen, deren Herkunft nicht genau bestimmt werden kann. Dazu zählen die sogenannten Blumben im Klotzscher Revier. Der sorbische Schriftsteller und Volkskundler Ernst Mucke (1854 – 1932) bietet mehrere Deutungen für dieses Begriff an.

Es gibt Waldortnamen, deren Herkunft nicht genau bestimmt werden kann. Dazu zählen die sogenannten Blumben im Klotzscher Revier. Der sorbische Schriftsteller und Volkskundler Ernst Mucke (1854 – 1932) bietet mehrere Deutungen für dieses Begriff an. Danach könnte der Begriff einerseits für Dörnicht stehen, andererseits sieht der Autor eine mögliche Erklärung im obersorbischen Wort blon, das einen Wiesenplatz und Rasen bezeichnet. Auch verwandte und phonetisch ähnliche Worte, wie das ebenfalls aus dem Sorbischen stammende blomik in der Bedeutung kleiner Rasenplatz oder kleine Aue bieten Interpretationsmöglichkeiten. Angesichts der örtlichen Gegebenheiten erscheinen sie durchaus plausibel. Denn bei den Blumben handelt es sich um eine ehemals versteppte Düne, die durchaus als Wiese empfunden und als Weidefläche benutzt werden konnte.

Der einst durch diesen Waldort führende Bischofsweg weist auf die unterschiedlichen Interessen bei der Benutzung von Wegen zwischen den Wettinern und den Würdenträgern des Bistums hin, die keinem Geleitzwang unterlagen. Führten die Hauptwege der Wettiner grundsätzlich zur Dresdner Stadt, so verliefen die Wege und Straßen zwischen Stolpen und Meißen an der Stadt vorbei. Alte und bereits überwaldete Hohlwege, insbesondere im Revier Klotzsche, lassen noch deutlich die Richtung des Wegeverlaufes erkennen. (SZ)

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Quelle: Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Dresden