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Blutspender sind hier jünger als im Landesdurchschnitt

Am Zinzendorfgymnasium konnte gestern wieder Blut gespendet werden. Fast 100 Aktionen verzeichnet das DRK Löbau 2011 insgesamt.

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Von Cornelia Mai

Silke Seeliger, die Chefin des DRK-Kreisverbandes Löbau, ist selbst aktive Blutspenderin. Je nach ihren Dienstzeiten spendet sie den roten Lebenssaft regelmäßig am Arbeitsort in Löbau oder an ihrem Heimatort Neugersdorf.

Gestern allerdings hatte der DRK-Blutspendedienst Ost wieder zur Spende ins Zinzendorfgymnasium in Herrnhut eingeladen. Vier- bis fünfmal im Jahr stellt die freie evangelische Schule für diese Aktion Räume zur Verfügung. Nach Auskunft von Katrin Filschke, Vorstandsvorsitzende der Schulstiftung, sorgt sich das Schülercafé des Gymnasiums dann um die Bereitstellung der entsprechenden Räume. In Absprache mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) übernehmen die Schüler aber auch immer sehr liebevoll die Verpflegung der Spender. Der DRK-Kreisverband Löbau entsendet zudem zwei bis vier Mitglieder zur Unterstützung des Blutspende-Teams.

„Bisher ist das in diesem Jahr bereits 91 Mal geschehen“, sagt Silke Seeliger. Nach Herrnhut gibt es im Löbauer Raum bis Jahresende jetzt noch vier weitere Möglichkeiten zur Blutspende. Wie der Sprecher des Blutspendedienstes Ost, Frank Michler, informiert, können die Spender zu den noch ausstehenden Terminen auch mit einem kleinen Dankeschön rechnen: „Von Sonnabend bis Heilig Abend bedanken wir uns bei unseren Spendern mit einem Dresdner Weihnachtsstollen. Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es für jeden Spender eine kleine Flasche Sekt.“ Der letzte Blutspendetermin in der Region findet am 29. Dezember im DRK-Kindergarten auf der Herrmann-Wünsche-Straße in Ebersbach statt. Laut Silke Seeliger werde gerade dieser Termin „interessanterweise immer sehr gut angenommen.“

Überhaupt ist Frank Michler mit dem Blutspendegeschehen im Raum Löbau sehr zufrieden. Erstmals seit 13 Jahren habe es im Sommer keine Spendenflaute gegeben. Außerdem sei der Dauerspender hier mit 40 bis 45 Jahren im Durchschnitt drei und mehr Jahre jünger als in Sachsen insgesamt. Das widerspricht einerseits zwar der demografischen Situation vor Ort – der Landkreis Görlitz ist ja verhältnismäßig alt. Allerdings käme dieser gute Altersdurchschnitt dadurch zustande, dass viele Berufstätige oder auch Gewerbetreibende zu den Dauerspendern gehören. „Die langen Öffnungszeiten bis 19.30 Uhr an der Fichte-Grundschule in Neugersdorf und an der Pestalozzi-Mittelschule in Löbau ermöglichen auch ihnen die Teilnahme an der Blutspende“, erklärt Frank Michler.

Ganz unproblematisch stellt sich die Situation bei den Blutkonserven aber dennoch nicht dar: Ganz dringend benötigt werden Spender mit der Blutgruppe 0, rh-negativ. Hier würden die Reserven derzeit manchmal gerade für einen Tag reichen, was viel zu wenig ist. „Deshalb schreiben wir jetzt alle entsprechenden Spender an“, sagt Frank Michler.

Die letzten Termine für dieses Jahr: Sonnabend, Awo-Kita Löbau, 9 bis 12 Uhr; 19. Dezember, Mittelschule Bernstadt, 14 bis 19 Uhr; 21. Dezember, Fichte-Grundschule Neugersdorf, 15 bis 19.30 Uhr; 29. Dezember, DRK-Kita, Herrmann-Wünsche-Straße Ebersbach, 9 bis 12 Uhr.