merken

Bobbahner fahren jetzt elektrisch

Im Steilgelände am Eiskanal wird ein E-Fahrzeug getestet. Es erleichtert dem Team die Arbeit, muss aber auch etwas aushalten.

© Frank Baldauf

Von Mandy Schaks

Anzeige
Durchblättern und viel sparen

Frisch, lebendig und lesefreundlich. Stöbern Sie hier online in den aktuellen Magazinen und Partnerangeboten.

Das Team um Bobbahn-Manager Matthias Benesch ist mit neuen Energien am Start und hat bis zum Ende der Wintersaison zugkräftige Unterstützung bekommen. Es ist zwar noch immer alles Handarbeit im Altenberger Eiskanal, sowohl für die Sportler als auch die Eismacher, aber neben der Bahn rollt es ab jetzt elektrisch.

Vorm jüngsten Weltcup im Bob und Skeleton Anfang Januar bekam die Wintersport Altenberg GmbH, welche die Sportanlage betreibt, ein Elektrofahrzeug zum Test. Zur Verfügung gestellt hat es die Enso Energie Sachsen Ost AG, die seit 2010 die Elektromobilität voranbringen und alltagstauglich machen will. Dass das Unternehmen nun gerade die Bobbahn ausgewählt hat, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, ist kein Zufall.

So ist die Sportstätte, die dem Landkreis gehört, besonders energieintensiv, erläutert Geschäftsführer Matthias Benesch. Die Eismacher zählen zu den Besten der Welt, aber sie brauchen täglich viel, viel Energie, um die Bahn in der Wintersaison bei Wind und Wetter zu vereisen und den Sportlern optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen zur Verfügung stellen zu können. Deshalb sind Bahnbetreiber und Eigentümer froh über jedes Quäntchen, was sich an der Stelle einsparen lässt. Die Enso gibt dabei seit Jahren Unterstützung, zum einen als Förderer der überregional bedeutsamen Sportanlage, zum anderen jetzt ganz praktisch durch ein elektrisch angetriebenes Auto.

Enso-Vorstand Reinhard Richter übergab den Bahnbetreibern einen BMW i3, der hier nun unter extremen Fahrbedingungen getestet werden soll – bei Eis, Schnee, engen Kurven und steilen Straßen. Wer einmal an der Bobbahn war, weiß, was Richter meint. Der Eiskanal selbst ist gut 1 400 Meter lang. Damit die Kufensportler in Fahrt kommen, braucht es nicht nur Muskelkraft und Können, sondern auch ein abschüssiges Gelände. Das hat die Bahn. Vom Start bis zum Ziel beträgt der Höhenunterschied 122 Meter. Im Durchschnitt weist die Sportanlage ein Gefälle von 8,66 Prozent auf, am steilsten Stück 15 Prozent. Das spürt auch der Zuschauer. Wer an der Bahn entlangläuft, kommt schnell aus der Puste.

Entsprechend stark müssen auch die Fahrzeuge sein, die auf dieser anspruchsvollen Strecke am Eiskanal Material und Sportler immer wieder zum Start transportieren. Und natürlich auch die Leute, die alle Wettkämpfe und Trainingsrennen organisieren und die zwischen Start und Ziel ständig pendeln müssen: die Mitarbeiter und Helfer. Deshalb können sie jede Unterstützung, auch im Fuhrpark, mehr als gebrauchen.

Der neue BMW i3 wird vor allem Geschäftsführer Matthias Benesch und Bahnchef Ulrich Hahn zu Diensten sein. Denn nach den packenden Weltcuprennen der Bob- und Skeletonsportler Anfang Januar steht ihnen noch jede Menge Arbeit – auch in den Beinen – bevor. So dürfen sich Zuschauer und Athleten auf zwei weitere Höhepunkte im Kohlgrund freuen. Am 9. Februar – zu Beginn der Winterferien in Sachsen – reisen im Osterzgebirge die weltbesten Nachwuchssportler an, um in der Woche im Bob und Skeleton die Juniorenweltmeister zu ermitteln. Im Anschluss geht es bei den Profis gleich weiter mit einem neuerlichen Weltcup. Ab 16. Februar sind die Rennrodler zu Gast.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.