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Böhmische Messe in der Marienkirche

Zum Weihnachtskonzert am vierten Advent in Kamenz erklingt aber auch eine eigens für den Anlass geschriebene Bachkantate.

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Ein festliches Weihnachtskonzert der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Kamenz erklingt am vierten Advent ab 17 Uhr in der Kamenzer Hauptkirche St. Marien. Zu Beginn ist die doppelchörige Adventsmotette „Machet die Tore weit“ von Heinrich Schütz zu hören. Ein Teil des Stücks soll in Kamenz entstanden sein. Die Kantate „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“ hat Johann Sebastian Bach eigens für den vierten Advent geschrieben, 1715 in der Weimarer Schlosskirche erklang sie erstmals. Hauptstück des Weihnachtskonzerts ist jedoch die „Böhmische Hirtenmesse“ von Jakub Jan Ryba. Von dem tschechischen Kantor, der ein Mozart-Zeitgenosse war, blieb lange Zeit nur ein kleiner Teil seines umfangreichen Schaffens lebendig. Erst nach der „Samtenen Revolution“ 1989 begann man in seinem Heimatland, sein Schaffen wieder zu entdecken und ans Tageslicht zu holen. Die „Hirtenmesse“ ist heute in Böhmen „die“ Weihnachtsmesse schlechthin. Mitwirkende des Weihnachtskonzerts sind Christiane Gebhardt (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Daniel Gerber (Tenor), Georg Finger (Bass), das durch Bläser verstärkte Collegium musicum Kamenz, die Kantorei St. Marien sowie die Westlausitzer Kantorei unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Michael Pöche. (SZ)

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