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Das ist Dresdens neue Straßenbahn

Neue Technik soll mehr Komfort bringen. Was genau an den neuen Bahnen besser ist als an den alten. Wir zeigen erste Einblicke, auch im Video.

Bombardier liefert auch die neuen Straßenbahnen für Dresden. Das Foto zeigt eine Bahn des Models "Flexity".
Bombardier liefert auch die neuen Straßenbahnen für Dresden. Das Foto zeigt eine Bahn des Models "Flexity". © Bombardier Transportation

Dresden bleibt Bautzen treu. Wenigstens die nächsten 30 Straßenbahnen, die die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) kaufen, kommen von Bombardier und werden in Bautzen komplettiert. Am Donnerstag haben der Hersteller, die DVB-Verantwortlichen und Verkehrs- und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) den Vertrag unterschrieben.

Die wichtigsten Neuerungen im Vergleich zu den 166 Bombardier-Bahnen, die schon in Dresden fahren, tragen zu mehr Komfort für die Fahrgäste bei. Klimaanlagen werden sie haben, nicht nur für die Fahrer. WLAN gehört zur Serienausstattung, ebenso Ladesteckdosen für Handys, Laptops und Tablets. Große Panoramafenster sollen für helles und freundliches Licht in den Bahnen sorgen. Wenn es dunkel wird, passt sich das LED-Licht in den Straßenbahnen automatisch den Lichtverhältnissen draußen an. 

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Mit verschiedenen Lichtfarben kann dabei sogar die Stimmung in der Bahn beeinflusst werden. Ambientebeleuchtung nennen das die Verantwortlichen der DVB und beim Hersteller. Die Wagenkästen sind 35 Zentimeter breiter als bei den bisherigen Bahnen. So bekommen die Neuen mehr und breitere Sitze, der Mittelgang wird auch breiter. In jeder Bahn gibt es künftig vier Stellflächen für Kinderwagen und Rollstühle, zur Zeit sind es zwei, außerdem steigt die Zahl der Infomonitore an der Straßenbahndecke. 

Auch die Fahrer haben es künftig leichter. Wenn es eng wird, müssen sie nicht mehr auf die Außenspiegel achten. Die neuen Straßenbahnen haben keine Spiegel mehr, sie werden durch kleine Kameras ersetzt, deren Aufnahmen auf einem Monitor beim Fahrer zu sehen sind.

Wie die aktuellen Straßenbahnen gehören die Neuen zur Flexity-Familie des kanadischen Bombardier-Konzerns und werden in einem Baukastensystem hergestellt. Die Drehgestelle kommen aus Siegen in Nordrhein-Westfalen, der Rohbau entsteht im Bombardier-Werk Görlitz, die Wagenkästen kommen aus Bautzen. Dort werden die Bahnen auch zusammengesetzt. Voraussichtlich Ende 2020 trifft die erste neue Straßenbahn bei den DVB ein.

Samt dem 24 Jahre laufenden Kooperationsvertrag für den Service und die langfristige Wartung der Bahnen zahlen die DVB rund 197 Millionen Euro für diesen Großauftrag. Jede Bahn kostet etwa 4,2 Millionen. Etwas mehr als die Hälfte des Gesamtbetrags kommt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, letztlich also von der EU.

Nach Jahren der Vorbereitung, in denen Fahrgäste befragt, technische Anforderungen definiert und über die Ausstattung entschieden wurde, haben sich neun Firmen um den Auftrag beworben. Darunter war auch ein Unternehmen aus Fernost. Drei davon haben die DVB zu einem Wettbewerb eingeladen. „Am Ende war es richtig eng“, sagte am Donnerstag Alexander Ketterl, der bei Bombardier für das Nahverkehrsgeschäft zuständig ist. Zuletzt war kein weiterer Anbieter aus Deutschland im Rennen, aber ein deutschsprachiger, war am Rand der Vertragsunterzeichnung zu erfahren. Dass es sich dabei um die Firma Stadler aus der Schweiz handelte, haben die Verantwortlichen weder bestätigt, noch dementiert.

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Am Donnerstag wird der Vertrag unterschrieben. Ein paar Details der Neuen sind schon bekannt.

Ende des Jahres wollen sie nun ein erstes Modell präsentieren. Dabei handelt es sich um einen Triebkopf mit Fahrerkabine und eine sogenannte Sänfte, also ein Wagenteil ohne Räder. Dieses 1:1-Modell soll im Verkehrsmuseum gezeigt werden. Es dient auch letzten Überlegungen zur Innenausstattung, bevor dann die Produktion der ersten Bahnen beginnt.

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