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Bombardier verringert Kurzarbeit

Beim Görlitzer Waggonbau gehen drei Großprojekte in die Endmontage. Nur die Lackierer müssen sich noch gedulden.

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Von Steffen Schreiber

Görlitz. Nach Anlaufschwierigkeiten bei mehreren Großprojekten ist das Görlitzer Bombardierwerk nun mitten in der Aufholjagd. Das bestätigte Konzernsprecher Immo von Fallois. „Wir sind bei unseren Großaufträgen für die Schweiz, die Deutsche Bahn und Israel in der Fertigung und kommen inzwischen gut voran.“

Damit ist das Görlitzer Waggonbauwerk nun wieder gut ausgelastet. „Zurzeit sind noch rund 50 Mitarbeiter im Bereich Lacke in Kurzarbeit. Die Lage entspannt sich Schritt für Schritt.“

Der aktuelle Fahrplan sieht vor, die ersten Züge für die Schweiz Ende 2015 zu liefern, für die Deutsche Bahn im Herbst 2014. Dazu wurden in den vergangenen Wochen weitere Mitarbeiter rekrutiert. „Es gab Festeinstellungen im Bereich Konstruktion, Technologie und Projektmanagement. In der Fertigung haben wir Leiharbeiter gefunden“, sagt von Fallois.

Noch Ende Mai hatte Bombardier aufgrund von Planungsmängel mit akutem Zeitverzug zu kämpfen. Unter anderem musste ein Wagenkasten neu konstruiert werden. Dadurch pausierte die Fertigung längere Zeit und knapp 200 der insgesamt 1 800 Görlitzer Mitarbeiter mussten in die Kurzarbeit geschickt werden.