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Bombendrohung im Landratsamt: kein Einzelfall

Bundesweit wurde die Drohmail verschickt. Ob es finanzielle Forderungen wie anderswo an die Görlitzer Behörde gab, ist offen.

Das Landratsamt an der Görlitzer Bahnhofstraße: Hier ging die Drohmail ein.
Das Landratsamt an der Görlitzer Bahnhofstraße: Hier ging die Drohmail ein. © Pawel Sosnowski

War es ernst gemeint oder nur eine Art Kettenbrief? Die Bombendrohung gegen das Landratsamt an der Görlitzer Bahnhofstraße sorgte am Dienstag jedenfalls für Aufregung.  

Eine E-Mail hatte zu einem Polizeieinsatz in der Behörde gesorgt. Mit Spürhunden wurde das Gebäude an der Bahnhofstraße durchsucht, gefunden aber nichts, weder verdächtige Gegenstände noch Sprengsätze. Es soll keine "konkrete Bedrohungslage" bestanden haben, heißt es vom Landratsamt.

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Denn offensichtlich war Görlitz kein Einzelfall. "Bundesweit wurde die Mail mehrfach verschickt", so Polizeisprecherin Anja Leuschner. Die Nachricht sei an Behörden und Unternehmen gegangen. An welche genau, ist unbekannt. Ein Autohaus in Sonsbeck in Nordrhein-Westfalen ist offenbar einer der weiteren Empfänger. Der Inhaber sollte demnach 10.000 Euro in der Internetwährung Bitcoin zahlen. Die Mail hatte demnach einen ausländisch klingenden Absender. Auch in Sonsbeck kamen Sprengstoffspürhunde der Polizei zum Einsatz. Gefunden wurde nichts. 

Autohaus ist offenbar ein weiterer Betroffener

Ob es in Görlitz eine ähnliche Forderung gab, ist offen. Weder Landratsamt noch Polizei gaben dazu Informationen heraus. Die Polizei ermittelt, heißt es von der hiesigen Polizeidirektion, ebenso wie die in Nordrhein-Westfalen.

Es war nicht das erste Mal, dass im Landratsamt an der Görlitzer Bahnhofstraße mit einer Bombe gedroht wurde. Im Februar 2017 mussten die Außenstelle des Jobcenters, An der Lunitz sowie das Haus auf der Bahnhofstraße geräumt werden. Damals hatte eine Mitarbeiterin einer zentralen Servicenummer des Jobcenters des Landkreises Görlitz den Anruf einer unbekannten Person entgegengenommen. Ihren Angaben nach, soll diese mit männlicher Stimme und mutmaßlich ausländischem Akzent die Worte "Bombe" und "Jobcenter" ausgesprochen haben.  Das bedeutete auch die Evakuierung für die Gebäude auf der Muskauer Straße in Niesky sowie für die Zittauer Außenstelle an der Hochwaldstraße. Gefunden wurde hier wie da nichts.

Im jüngsten Fall sei der Dienstbetrieb des Landratsamtes nicht beeinträchtigt gewesen. Ein Teil der Mitarbeiter arbeitet zudem wegen der aktuellen Situation im Homeoffice.

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