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Bangen um die Borthener Kita

Die Stadt Dohna hat lange geplant, bekommt aber derzeit keine Fördermittel. Eine Hoffnung gibt es noch.

So weit ist man schon: Ein Modell der neuen Borthener Kita mit 128 Betreuungsplätzen.
So weit ist man schon: Ein Modell der neuen Borthener Kita mit 128 Betreuungsplätzen. © Planungsbüro

Wenn der Borthener Kindergarten irgendwann doch gebaut werden sollte, dürfte er mit der längsten Vorgeschichte in die Chronik eingehen. Der erste Anlauf scheiterte 2010. Daran wird Dohna zwar nicht gern erinnert, aber damals führte die Uneinigkeit im Stadtrat dazu, dass aus dem Neubau nichts wurde. Inzwischen ist man sich zwar einig, doch erstmal scheint wieder nichts draus zu werden. 

Diesmal ist man zwar schon weiter, doch es scheitert bisher an den fehlenden  Fördermitteln. Der Antrag im Programm „Vitale Dorfkerne“ wurde nicht berücksichtigt, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). Stadtrat Thomas Klingner (Grüne) hatte das schon im Dezember befürchtet, als Müller noch von einem positiven Signal sprach. 24 Millionen Euro für ein sächsisches Förderprogramm seien sehr wenig, sagte Klingner und sollte damit Recht behalten.Mit Baubeginn irgendwann in diesem Jahr wird es also nichts.

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Langer Atem

Bürgermeister Müller bleibt weiter optimistisch. Er geht davon aus, dass Dohna bei einer nächsten Förderrunde berücksichtigt wird. Nur: „Leider ist aktuell nicht absehbar, ob es diese geben wird“, sagt er. „Wir stehen aber bereit, wenn es neue Fördermöglichkeiten gibt.“ Und da sehe es – Stichwort Konjunkturpakete – ja gar nicht so schlecht aus. Unabhängig davon prüft das Sächsische Immobilien- und Baumanagement das 128 Plätze-Vorhaben Kita Borthen baufachlich weiter.

Ganz untätig  war Dohna auch ohne Borthener Kita nicht. "Es ist ja nicht so, dass man den Bedarf ignorieren kann und dann auch keine Kinder kommen", sagt Müller. Statt einer neuen Kita bekam die Bummi-Kita zuletzt einen Anbau für 38 Kindergartenkinder, der Hort auf der Schulstraße wurde erweitert und vier neue Tagesmütter wurden gewonnen. "Was wir geschafft haben, war nur nicht ausreichend für heutige Verhältnisse."

Dohna hat schon mehrfach langen Atem bewiesen. Auch der Schulanbau hatte sich Jahr um Jahr verzögert, eben weil es keine Fördermittel gab. Damals hatte man sogar zwischenzeitlich erwogen, ihn ohne die finanzielle Hilfe zu bauen. Das ist beim Borthener Kindergarten aktuell keine Option. Doch irgendwann muss sich Dohna Gedanken machen, wie die Stadt die fehlenden Betreuungsplätze schafft. Die neue Kita in Borthen ist ja schließlich nicht aus Spaß geplant worden, sondern wird gebraucht. Eigentlich schon seit nunmehr zehn Jahren...

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