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Botanischer Garten schließt vorzeitig

Grund ist der frühe und heftige Wintereinbruch.Insgesamt sind die Gartenbetreiber mit der Saison aber zufrieden.

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Von Regine Schlesinger

Wenige Tage vor dem ursprünglich geplanten Saisonende musste der Botanische Garten in Schellerhau in diese Jahr schließen. Seit dem vergangenen Sonnabend können keine Besucher mehr die Anlage besichtigen, teilt Gartenleiterin Annette Zimmermann mit. Grund ist der frühzeitige Wintereinbruch mit seinem starken Schneefall, der auch den Botanischen Garten in eine weiße Winterlandschaft verwandelte. Die Gartenleiterin hofft aber trotzdem auf baldiges Tauwetter, um die Anlage winterfest machen zu können. Dafür müssen noch die Klanginstrumente abgebaut und einige Pflegearbeiten erledigt werden.

Betreiber des Botanischen Gartens ist die Gemeinnützige GmbH Naturbewahrung Osterzgebirge, ein Unternehmen des Fördervereins für die Natur des Osterzgebirges. Betreiber und Gartenleitung blicken auf eine Saison zurück, mit deren Ergebnis sie zufrieden sein können. Gezählt wurden in dem Bergblumengarten insgesamt 10868 Besucher.

Tatsächliche Besucherzahl höher

Sie kamen nicht nur zu einem Bummel durch die Anlage, sondern auch zu den beiden Festen, die im Garten ausgerichtet wurden, sowie zu Weiterbildungen und Seminaren. Gartenleiterin Annette Zimmermann geht davon aus, dass die tatsächliche Besucherzahl noch deutlich höher lag, da Kinder unter sechs Jahren, die Inhaber von Ehrenamtspässen sowie Begleitpersonen von Schwerbeschädigten keinen Eintritt bezahlen und daher nicht mitgerechnet werden. Sie schätzt, dass die Besucherzahl gut und gern bei rund 11500 liegt. Darin eingeschlossen sind auch die 51 Alpin- und Staudengärtner, die Ende Juni innerhalb ihrer jährlichen Arbeitstagung nach Schellerhau kamen, sowie die Teilnehmer eines Enzian-Workshops Ende September.

Annette Zimmermann führt die erfreulichen Besucherzahlen auch auf die beiden Ausstellungen zu Beginn und Ende der Saison zurück. Die Plastiken des Bärensteiner Bildhauers Maria Nitschke waren von Mai bis Ende Oktober im Garten zu sehen. Mit ihren Blütenbildern, die im Ausstellungsraum gezeigt wurden, bereicherte Angela Straßberger ab Ende August den Garten um weitere Sehenswürdigkeiten.