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Boulevard-Flair auch in der Neustadt?

Im Stadtrat stand diese Woche die Arbeit des Citymanagements im Mittelpunkt.

Seit Wochenbeginn flattern über dem „Boulevard Altstadt“ wieder die Fahnen, die Gymnasiasten zum Thema Bauhaus gestaltet haben.
Seit Wochenbeginn flattern über dem „Boulevard Altstadt“ wieder die Fahnen, die Gymnasiasten zum Thema Bauhaus gestaltet haben. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Dachdecker Thomas Pflanz aus Kühnicht hat geholfen. Nachdem es zu Monatsanfang hieß, es fehlten dieses Jahr die Mittel für das Aufhängen der Straßenbanner für den „Boulevard Altstadt“ kümmerte sich der Kühnichter um die Sache. Inzwischen flattern die im Vorjahr von Hoyerswerdaer Gymnasiasten gestalteten Fahnen wieder munter im Sommerwind.

Beinahe zeitgleich deutete Wirtschaftsförderer Alexander Kühne im Stadtrat an, dass die im vorigen Jahr dank „Boulevard“ permanent gelungene Ansiedlung der Eisdiele „Schoko & Luise“ in einem zuvor leerstehenden Geschäft womöglich Nachahmung an der Markt-Westseite findet. Man spreche nämlich über eine Wiederbelebung der Räume des ehemaligen Café „Ambiente“. Zuvor hatte Dietmar Wolf von der Stadtverwaltung bereits berichtet, dass Eisdielen-Inhaber Robert Gbureck gern ein Schaufenster mit Luke einbauen würde. Er bekommt dafür einen Zuschuss in Höhe von reichlich 3.000 Euro aus dem sogenannten Verfügungsfonds des Altstadtmanagements. Wolfs Vortrag im Stadtrat war überschrieben mit „Bericht zum Citymanagement und zur Koordinierungsstelle Bürgerarbeit / Kultur 2019 - 2020“.

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Der „Boulevard“ ist sicherlich das größte Projekt in diesem Zusammenhang. Viele Fotos aus dem vergangenen Jahr machten deutlich, dass es auch durchaus sein Ziel zu erreichen scheint, mehr Menschen zum Verweilen in die Altstadt zu locken. Stadtrat Detlef Degner (AfD) wollte wissen, ob es denn nicht die Möglichkeit gebe, so etwas auch für die Neustadt auf die Beine zu stellen. Antwort: Im Prinzip schon. Aber das aktuell genutzte staatliche Förderprogramm, über welches der „Boulevard“ finanziert wird, ziele eben spezifisch auf die Altstadt ab. SPD-Fraktionschef Uwe Blazejczyk meinte jedoch, er könne sich vorstellen, über den Stadtmarketingverein die Neustadt einzubeziehen.

Die Aufgabenliste des Altstadtmanagements ist aber durchaus länger. Darauf stehen zum Beispiel auch Aktionen im Advent, die Betreuung des erwähnten Verfügungsfonds oder die Kontaktpflege samt Informationsvermittlung mit den ansässigen Vermietern und Unternehmern. Ihnen soll nun auch ein ausgearbeitetes Konzept zur Verfügung gestellt werden, das aufzeigt, welche bisher nicht genutzten Werbeträger in der Altstadt denkbar sind.

„Die Rückmeldung der Gewerbetreibenden ist, dass man aufeinander zugeht“, berichtete Hans-Joachim Donath, der Fraktionschef von Aktives Hoyerswerda/Grüne. Seine Frage: Wie kann man die Arbeitsweise des Citymanagements über den kommendes Jahr endenden Förderzeitraum hinaus verstetigen? Für Dietmar Wolf scheint ein Ausbleiben staatlichen Geldes noch nicht so ganz ausgemachte Sache zu sein: Sachsens Regionalentwicklungsministerium habe ein neues Programm angekündigt. Ein Antrag der Stadt sei denkbar.

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