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Brände halten Feuerwehren in Atem

Ein Großfeuer hat am Mittwoch in Lückendorf ein Haus und einen Hektar Wald vernichtet - der größte, aber nicht der einzige. Gibt es einen Zusammenhang?

Beim Großbrand eines Wohnhauses in Lückendorf ist ein Schaden von über 150.000 Euro entstanden.
Beim Großbrand eines Wohnhauses in Lückendorf ist ein Schaden von über 150.000 Euro entstanden. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Noch am Donnerstagvormittag schlagen hinter dem Alten Kurhaus an der Lückendorfer  Kammstraße immer wieder Flammen aus dem Waldboden. Über sechs Stunden lang hatten hier am Mittwochnachmittag 65 Feuerwehrleute gegen ein Großfeuer angekämpft. Und auch am Donnerstag sind noch Brandwachen vor Ort und müssen immer wieder löschen.

Das Feuer hat ein Wohnhaus am Waldrand und rund einen Hektar angrenzenden Wald vernichtet. Die 79-jährige Mieterin des Hauses konnte sich retten und ist vorübergehend in einer Ferienwohnung untergebracht. Der Sachschaden wird mit über 150.000 Euro beziffert.

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Die Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung aus. Die Besitzer des Hauses, das zum Alten Kurhaus gehört, sollen an diesem Nachmittag bei Renovierungsarbeiten an der Fassade mit einer offenen Flamme alte Farbe abgebrannt haben. 

Zeitgleich ein Brand in Zittau

Während die Feuerwehren von Zittau, Oybin, Jonsdorf, Olbersdorf und Großschönau an diesem Mittwochnachmittag alle in Lückendorf zum Großeinsatz waren, ging gegen 16 Uhr auch aus Zittau Feueralarm ein. Dafür wurden die Ortsfeuerwehren aus Hirschfelde, Zittau und Hartau alarmiert. Unbekannte hatten einen Brand im Toilettenhaus am Spielplatz an der Inneren Weberstraße gelegt. Sie hatten offenbar das in einem Wirtschaftsraum gelagerte Toilettenpapier angezündet. Die Feuerwehr musste die Stahltür aufflexen. Der Sachschaden wird nach Polizeiangaben auf rund 200 Euro beziffert. Die Kriminalpolizei ermittelt auch in diesem Fall.  

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Mehrere Wehren kämpfen seit Mittwochnachmittag gegen die Flammen. Das Feuer droht nun auf den Wald überzugreifen.

Bereits am Montag hatte in Hirschfelde ein Schuppen gebrannt, am Dienstag in Neugersdorf eine Solaranlage und in Ebersbach ein Auto. Einen Zusammenhang zwischen den Bränden schließt die Polizei aus. Bei den beiden Bränden im Oberland wird von einem technischen Defekt als Ursache ausgegangen.

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