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Tempo 100 nach Lasterbrand auf der A4

Die Schäden auf der A4 zwischen Berbersdorf und Siebenlehn sind noch nicht beseitigt. Die Polizei beobachtet den Abschnitt.

Nach dem Lasterbrand am Montag auf der A4 zwischen Berbersdorf und Siebenlehn muss die Fahrbahn repariert werden.
Nach dem Lasterbrand am Montag auf der A4 zwischen Berbersdorf und Siebenlehn muss die Fahrbahn repariert werden. ©  Symbolbild: dpa

Region Döbeln. Auf der Autobahn 4 in Richtung Dresden gilt derzeit zwischen Berbersdorf und Siebenlehn Tempo 100. Grund dafür sind Fahrbahnschäden infolge des Lasterbrandes am Montag.

Am Dienstag hatte sich die Autobahnmeisterei Döbeln die Fahrbahn angeschaut. Nach Angaben von Rosalie Stephan, Sprecherin des zuständigen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), gebe es sowohl Schäden an der Lastspur als auch auf dem Standstreifen. Da das Ausmaß relativ groß sei, werde noch ein Gutachter zur Beurteilung hinzugezogen. Da der Schaden auch auf der Lastspur zu finden sei, war die Tempo-Begrenzung nötig.

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Laut Stephan soll die Fahrbahn zeitnah repariert werden. Einen Termin konnte die Sprecherin allerdings noch nicht benennen. Die Instandsetzung der Fahrbahn werde von einer Fachfirma durchgeführt. Während der Reparatur sei es nötig, die Lastspur sowie den Standstreifen zu sperren. „Die Dauer der Sperrung ist heute noch nicht abzusehen“, sagte Stephan.

Brand sorgte für Behinderungen

Vermutlich aufgrund eines Reifenschadens an seinem Anhänger war in der Nacht zum Montag auf der A4 etwa 1,5 Kilometer nach der Anschlussstelle Berbersdorf ein Autotransporter in Brand geraten. Das Fahrzeug sowie die sechs der acht aufgeladenen Autos brannten komplett aus.

Die Feuerwehr konnte nichts mehr retten. Sie setzte zur Brandbekämpfung Schaum ein. Der 36-jährige Fahrer des Mercedes konnte sein Fahrzeug noch rechtzeitig auf den Standstreifen lenken und sich unverletzt aus dem Fahrerhaus retten. Bis in den Nachmittag hinein gab es Beeinträchtigungen auf der Autobahn.

Viele Unfälle, aber kein Schwerpunkt

Auf die Bremse treten mussten die Kraftfahrer bis Mittwoch auch in der Gegenrichtung. Im Abschnitt zwischen Siebenlehn und Berbersdorf war die Schutzplanke beschädigt. Sie sollte am Mittwoch wieder repariert werden, so Rosalie Stephan. Bis dahin galt eine Drosselung der Geschwindigkeit von 120 auf 100 bis zu 80 km/h. Eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung steht in dem Abschnitt aktuell nicht zur Debatte. Obwohl es in der jüngsten Vergangenheit einige schwere Unfälle auf der A4 gegeben hat.

So war zuletzt in der Nacht zum Sonntag ein 30-jähriger Mann mit seinem PS-starken Mercedes zwischen den Anschlussstellen Siebenlehn und Berbersdorf verunglückt. Bei dem Unfall verlor ein 22-jähriger Insasse des Fahrzeuges sein Leben. Der Fahrer sowie zwei weitere Insassen des Mercedes, eine 20-jährige Frau sowie ein 27-jähriger Mann, kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

„Uns ist dieser Bereich bisher nicht als Unfallhäufungsstelle bekannt. Die weiteren Entwicklungen werden in diesem Bereich von der Polizei überwacht“, teilte Rosalie Stephan auf die Nachfrage mit, ob in dem Abschnitt eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung geplant ist.

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