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Brand beschädigt historisches Haus

Das Feuer in der „Garküche“ löst einen Großeinsatz aus. Die alarmierten Helfer können Schlimmeres verhindern.

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In Oschatz kam es in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag zu einem Brand. Dabei wurde ein historisches Gebäude, die „Garküche“, in der Breiten Straße beschädigt. Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, wurden die Einsatzkräfte gegen 1 Uhr alarmiert. Der Chef der Oschatzer Feuerwehr, Lars Natzke, sagte der LVZ: „Unsere erste Information, die wir erhalten hatten, lautete dass es sich um einen Vollbrand handelt. Glücklicherweise konnten wir durch schnelles Handeln Schlimmstes verhindern.“ Die Feuerwehr habe das Haus nach Personen durchsucht, jedoch niemanden vorgefunden, so der Feuerwehrchef weiter. Die Polizei konnte nicht ausschließen, dass es sich um Brandstiftung handelte. Ermittler waren nach LVZ-Angaben am Sonntag vor Ort, um Spuren zu sichern.

Die „Garküche“ in der Breiten Straße gehört laut LVZ zu den ältesten Bürgerhäusern in Oschatz. Das Gebäude existiere in dieser Form seit 1616 im Weberviertel und gehörte bis 1842 verschiedenen Oschatzer Tuchmachern. Das Gebäude wurde als Fleischerei, Restaurant und Garküche seit 1842 betrieben. Bis ins 20. Jahrhundert gab es in der Garküche eine Gaststätte. (SZ)