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Firma kämpft mit den Folgen des Feuers

Über drei Monate nach dem Heidenauer Großbrand beginnt der Abriss. Die Ursache steht offiziell noch immer nicht fest. Das hat Konsequenzen für die Opfer.

Was nach dem Brand im April noch übrig ist, wird jetzt abgerissen und entsorgt.
Was nach dem Brand im April noch übrig ist, wird jetzt abgerissen und entsorgt. © Egbert Kamprath

In ein paar Stunden vernichtete im April auf der Heidenauer Breitscheidstraße ein Großfeuer mehrere Firmen. So verlor auch die Hubraum-Kraftwagen-Firma alles. Jetzt, reichlich drei Monate danach, hat die Firma noch keinen neuen Standort gefunden. Der Chef Rene Alvers arbeitet von Zuhause, der Meister und ein Angestellter bei zwei befreundeten Autowerkstätten in Dresden, die ihnen jeweils eine Hebebühne zur Verfügung stellen. "Aktuell arbeiten wir die bestehenden Aufträge ab und beginnen langsam, neue anzunehmen", sagt Alvers. Aufgrund der geringen Kapazitäten müssen die Kunden mit längeren Wartezeiten als sie sonst gewohnt sind rechnen.

Auf dem Gelände an der Breitscheidstraße haben jetzt die Abrissarbeiten begonnen. Eine offizielle Aussage zum Grund für den Brand gibt es noch immer nicht. Die Polizei hat zwar die Spurensicherung abgeschlossen, doch ermittelt weiter. Die Hubraum-Firma jedoch spricht bereits von einem technischen Defekte an elektrischen Leitungen eines Nachbargebäudes. "Diese Bewertung steht der Firma schlicht nicht zu", sagt Polizeisprecher Mario Laske. "Die Ermittlungen hierzu werden von der Polizei geführt."

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Von Büro und Werkstatt der Hubraum-Firma ist nach dem Brand am 16.April nichts mehr übrig. Auch andere Firmen auf dem Gelände auf der Breitscheidstraße verloren in dieser Nacht alles.
Von Büro und Werkstatt der Hubraum-Firma ist nach dem Brand am 16.April nichts mehr übrig. Auch andere Firmen auf dem Gelände auf der Breitscheidstraße verloren in dieser Nacht alles. © Marko Förster

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So lange sie nicht abgeschlossen sind, tun sich auch die Versicherungen schwer. Ohne das Geld der Versicherung hängt auch seine Firma noch in der Luft, sagt Alvers. Und damit die Suche nach einem neuen Standort. Die rund 9.800 Euro, die über eine  Spendenaktion zusammen gekommen waren, hat Alvers für die laufenden Kosten verwendet. Er hofft nun auf baldige Zahlungen der Versicherung, sonst wird es irgendwann knapp. "Wir hoffen auf eine Klärung, um bald wieder voll unseren Service anbieten zu können." Doch wann und wie es weitergeht, sei momentan noch nicht absehbar. Die große Hilfsbereitschaft und Unterstützung aber sei Wahnsinn gewesen. Sie helfe auch jetzt durchzuhalten.

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