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1.000 Gänseküken sterben in der Geflügelfarm

Ein Brand tötet knapp ein Drittel des Bestandes in einem Betrieb in Kreba-Neudorf. Doch es hätte auch noch schlimmer kommen können.

Brand in der In der Geflügelfarm der Eskildsen GmbH in Kreba. Rund 1.000 Gänseküken verloren dabei am vergangenen Freitag ihr Leben.
Brand in der In der Geflügelfarm der Eskildsen GmbH in Kreba. Rund 1.000 Gänseküken verloren dabei am vergangenen Freitag ihr Leben. © André Schulze

Die Nachmittagsstunden am vergangenen Freitag gehören zu den schwärzesten in der Geschichte des Geflügelzuchtbetriebes am Tauerweg in Kreba-Neudorf. Nicht nur bildlich, sondern auch tatsächlich. Denn ein Rauchbrand sorgte dafür, dass viele der hier gehaltenen Jungtiere das Unglück nicht überlebten.

Rauchbrand verursacht etwa 5.000 Euro Schaden

Die Farm ist ein Teilbetrieb der Gänsezucht Wermsdorf GmbH, die im Grimmaer Ortsteil Mutzschen ansässig ist. Laut Geschäftsführer Lorenz Eskildsen ist der von den Mitarbeitern vor Ort bemerkte Brand wahrscheinlich auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Einer der drei Ställe des Standortes in Kreba war direkt davon betroffen. "In unseren Anlagen gibt es jeweils 1.200 Aufzuchtplätze, die aktuell alle belegt sind." 

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Etwa 1.000 der erst wenige Tage alten Gänseküken hätten die Rauchbelastung nicht überlebt. Um die Kadaver habe sich die Tierkörperbeseitigung gekümmert. Weil die Beschäftigten dem Feuer aber beherzt entgegengetreten seien und das Feuer löschen konnten, hätten die Flammen nicht auf die beiden anderen Ställe übergegriffen. Den entstandenen Schaden beziffert der Firmenchef auf etwa 5.000 Euro.

Die Gänsezucht in Kreba-Neudorf verfügt über drei moderne Ställe mit jeweils 1.200 Aufzuchtplätzen. In einem davon war Feuer ausgebrochen.
Die Gänsezucht in Kreba-Neudorf verfügt über drei moderne Ställe mit jeweils 1.200 Aufzuchtplätzen. In einem davon war Feuer ausgebrochen. © André Schulze

Gänsebestand wird bald wieder aufgefüllt

Nach der Reparatur der in Mitleidenschaft gezogenen Technik soll der Gänsebestand so bald wie möglich wieder aufgefüllt werden - was jedoch nicht ganz einfach ist, da die Tiere alle gleich alt sein müssen. Lorenz Eskildsen rechnet trotzdem damit, dass neue Jungtiere in der nächsten Woche geliefert werden.

22 Wochen bis zur Schlachtreife

Die Gänse, erzählt er, werden in Kreba-Neudorf je nach Alter unterschiedlich betreut und gemästet. Vom ersten bis zum 21. Lebenstag werden sie in einer sogenannten Warmaufzucht gehalten. Ab dem 22. Tag kommen sie in den Kaltstall und ab der neunten Lebenswoche gehen sie in die Freilandhaltung über. Haben sie die 22. Lebenswoche vollendet, sind sie schlachtreif. Pro Jahr verlassen etwa 10.000 Mastgänse die Zuchtanlagen in Kreba-Neudorf. Geliefert werden sie an den deutschen Lebensmittelhandel und sind unter anderem bei Edeka und Rewe zu bekommen.

Vom ersten bis 21. Lebenstag werden die Gänseküken in Kreba in Warmaufzucht gehalten. Mit vollendeter 22. Lebenswoche sind sie schlachtreif.
Vom ersten bis 21. Lebenstag werden die Gänseküken in Kreba in Warmaufzucht gehalten. Mit vollendeter 22. Lebenswoche sind sie schlachtreif. © André Schulze

Mehrere Zuchtanlagen für Wassergeflügel

Lorenz Eskildsen war nach der politischen Wende nach Sachsen gekommen. Seine Familie betrieb damals eine kleine Farm im schleswig-holsteinischen Gudendorf. "Die Teichwirtschaften in der Lausitz und im Leipziger Raum hatten sich in der DDR-Zeit als Nebenproduktion auch mit Wassergeflügel beschäftigt. Wir haben Anfang der 1990er Jahre Anlagen in Wermsdorf, Königswartha und Kreba übernommen." Der Betrieb hier sei speziell für die Gänsezucht eingerichtet worden.

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