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Brand im Nationalpark: Feuerwehr in Gefahr

Eine weggeworfene Zigarette soll den Waldbrand unterhalb der Schrammsteinaussicht ausgelöst haben. Die Folgen sind enorm.

An Seilen gesichert löschten Feuerwehrleute aus Ottendorf die Flammen an der Schrammsteinkette.
An Seilen gesichert löschten Feuerwehrleute aus Ottendorf die Flammen an der Schrammsteinkette. © Dominique Weidensdörfer

Nach dem schwierigen Feuerwehreinsatz an einem Steilhang unter der Schrammsteinaussicht, weist die Nationalparkverwaltung noch einmal auf das generelle Verbot von Feuer in sächsischen Wäldern hin. Unabhängig von der Waldbrandstufe sei es ganzjährig verboten, im Wald zu rauchen, zu grillen, Lagerfeuer anzuzünden oder Himmelslaternen steigen zu lassen, teilt Nationalparksprecher Hanspeter Mayr mit. 

Das Feuer wurde am Pfingstmontag vermutlich von Besuchern auf der Schrammsteinaussicht ausgelöst. Eine arglos weggeworfene Zigarette könnte die Ursache sein. Durch die Flammen wurden wertvolle Teile der ursprünglichen Vegetation an den Felswänden zerstört.

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Und nicht nur das. "Wieder einmal hat Unachtsamkeit dazu geführt, dass sich über 40 Feuerwehrleute in dem steilen Gelände in Gefahr bringen mussten", sagt Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack (WV Tourismus). Zudem kämen auf die Kommune nun sehr hohe Kosten für den Einsatz zu. Kunack fordert deshalb, dass die Nationalparkverwaltung in die Lage versetzt wird, ausreichend kontrollieren zu können.

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In der Sächsischen Schweiz brannte ein Steilhang unterhalb der Schrammsteinaussicht. Das Feuer wurde vermutlich von Besuchern ausgelöst.

Der Brandort an der Nordseite der Schrammsteinkette war für die insgesamt 44 alarmierten Feuerwehrleute extrem schwer zugänglich. Sie mussten teilweise am Seil gesichert den Brand löschen. Rund 440 Meter Schlauch mussten verlegt und mehr als 40 Höhenmeter überwunden werden. 

Im vergangenen Jahr wurden fünf Waldbrände im Nationalpark Sächsische Schweiz gezählt, 2018 waren es 17 Bränden. 

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