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Brandanschlag auf Bahnstrecke führt zu Behinderungen

Die Täter haben Kabelschächte in Brand gesetzt. Auf der Strecke nach Leipzig gibt es bis heute Schienenersatzverkehr.

Ein Brandanschlag auf die Leit- und Sicherungstechnik der Deutschen Bahn (DB) führt seit Mittwoch zu Behinderungen im Zugverkehr in Richtung Leipzig. Betroffen ist auch die Regionalbahn Döbeln-Leipzig, die auf der Ostseite des Hauptbahnhofes ankommt.

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Reisende aus Döbeln konnten gestern Vormittag nur bis Borsdorf mit der Regionalbahn fahren. Dort erfolgte der Umstieg in den Schienenersatzverkehr, um den Abschnitt zwischen Borsdorf und Leipzig während der Reparaturarbeiten zu entlasten. Ab Mittag gab es jedoch auch für den Abschnitt Döbeln-Borsdorf Schienenersatzverkehr. „Bei den Reparaturarbeiten hat sich herausgestellt, dass auch das elektronische Stellwerk für die Strecke in Richtung Döbeln betroffen ist“, begründete Bahnsprecher Jörg Bönisch. Teilweise konnten die Fahrgäste über Riesa nach Leipzig fahren. Aufgrund der Umstiege kam es zu Verspätungen. Laut Bönisch werde der Schienenersatzverkehr zwischen Döbeln und Borsdorf bis heute Vormittag andauern.

Die Fahrgäste gestern waren verärgert über die Umstände. „Mein Zug ist nicht gefahren, die Bahn hat das schlecht organisiert“, schimpfte ein Leipziger, der auf dem Weg zu seinem Sohn nach Ostrau war. „Die Bahn kann nichts dafür. Es ist einfach nur traurig. Und was das vor allem wieder kostet“, so der ehemalige Roßweiner weiter.

Gegen 15.36 Uhr sind die Brände an den Kabelschächten der DB am Mittwoch festgestellt worden. Einen Anschlag hätten die Täter in Leipzig Volkmarsdorf verübt, einen weiteren an der S-Bahnstrecke am Ausgang des City-Tunnels, so Yvonne Manger, Sprecherin der Bundespolizei Leipzig. „Zum ersten Anschlag haben wir auch einen Bürgerhinweis“, ergänzt sie. Die Strecke musste zunächst gesperrt werden, konnte allerdings rechtzeitig vor der Rückreise der Legida- sowie der Gegendemonstranten wieder freigegeben werden, sagt die Sprecherin der Bundespolizei.

Über die Höhe des Schadens kann Bahn-Sprecher Bönisch keine Auskunft geben. „Es ist ja nicht nur der reine Sachschaden.“ Hinzukommen auch die Kosten für die Ausfälle. Bis zu einem Jahr danach können die Bahnkunden ihre Fahrgastrechte geltend machen und für Ausfälle und Verspätungen Geld zurückverlangen.

Die Reparaturarbeiten an der Ostseite des Leipziger Bahnhofs werden voraussichtlich heute beendet. (ml)

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