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Brandanschlag auf Wohnhaus

Mit viel Benzin versucht ein Unbekannter in Großharthau ein Haus anzuzünden. Als er bemerkt wird, flieht er hastig und hinterlässt Spuren.

An einer Tür des Hauses in Großharthau sind noch deutlich die Rußspuren zu sehen.
An einer Tür des Hauses in Großharthau sind noch deutlich die Rußspuren zu sehen. © Rocci Klein

Großharthau. Szenen wie in einem Film spielten sich in der Nacht zum Freitag in Großharthau bei Bischofswerda ab. Eine Bewohnerin bemerkte kurz nach Mitternacht, dass auf ihrem Grundstück am Mittelweg dauerhaft der Bewegungsmelder leuchtete. Sie schaute aus dem Fenster und bemerkte einen Mann, der um das Haus schlich. 

Dann schlugen plötzlich Flammen am Wohnhaus nach oben, kurz darauf sei die Bewohnerin mit Steinen beworfen worden. Als ihr Mann nach draußen ging, floh der Täter mit einem dunklen Kombi den Mittelweg entlang und verschwand über die Straße der Einheit. Die Frau hat gegen 0.30 Uhr die Feuerwehr alarmiert. 

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Acht Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großharthau rückten zu dem Haus aus. Das Feuer an einer der drei Eingangstüren ging von allein wieder aus, so dass die Kameraden nicht eingreifen mussten.

Die Feuerwehrleute bemerkten allerdings starken Benzingeruch am  Gebäude.  An allen  drei Eingängen sowie auf der komplette Terrasse war  Benzin verteilt. "Rings um das Haus wurde Benzin verkippt", bestätigte Polizeisprecherin Katharina Korch. 

Nur weil der Täter von der Bewohnerin gestört wurde, konnte ein Großbrand am Wohnhaus verhindert werden. Nach Zeugenaussagen habe der Täter zwei Dinge bei seiner Flucht vergessen: einen Benzinkanister, der noch auf der Terrasse stand und eine Bierflasche voller Benzin im Vorgarten.

Die Kriminalpolizei sicherte noch in der Nacht die Spuren am Wohnhaus sowie die vergessenen Gegenstände. Dei beiden Personen, die sich in dem Haus befanden, wurden nicht verletzt.  Warum der Brandanschlag auf das Wohnhaus verübt wurde, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt jetzt wegen schwerer Brandstiftung. (SZ)

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